Wüstenrot reitet mit Kamel auf Online-Marke "Klickmal"

Wüstenrot reitet mit Kamel auf Online-Marke "Klickmal"

Bei der Bausparkasse Wüstenrot hat es geklickt: Sie will mit dem Online-Abschluss einer Kfz-Versicherung und Anmeldung von innerhalb von 24 Stunden punkten. Ein "Wüstenrotrotes Kamel" soll als Testimonial der Digitalisierungsstrategie Beine machen. Wüstenrot will sich damit gegen die neue Konkurrenz von FinTech-Start-ups stemmen.

Wien/Salzburg. Wüstenrot ist aufs Kamel gekommen: Die Salzburger Wüstenrot-Versicherungsgruppe geht mit der neuen Online-Marke "Klickmal" an den Start. Werbetechnisch wird als Testimonial ein "wüstenrotrote Kamel" eingeführt, das beim Einstieg via Klickmal.at über den Bildschirm reitet. Ab heute kann über die Internetseite "klickmal.at" eine Kfz-Versicherung nicht nur online abgeschlossen, sondern das neue Auto auch innerhalb von 24 Stunden zugelassen werden. Im Mai soll dann der schnelle Online-Wohnkredit folgen.

"Bei uns hat's Klick gemacht", sagte Wüstenrot-Generaldirektorin Susanne Riess am Dienstagabend bei der Präsentation der Digitalisierungsstrategie in Wien. Mit dieser Internetoffensive wolle sich die Wüstenrot-Gruppe vor allem an junge Kundengruppen wenden. Ziel sei es, den Kunden einfaches und schnelles Service und einfache Produkte anzubieten. Es gehe auch um viel stärker personalisierte Leistungen, die auch veränderbar und auflösbar sind, sagte Riess.

Ein weiterer Punkt der Internetstrategie werde die nutzungsorientierte Bezahlung sein. So sollte es etwa Kunden möglich sein, Kredite auch vorzeitig nach den eigenen Möglichkeiten mittels "spontaner Kreditrückzahlungen" tilgen zu können. Mit der Digitalisierung des Vertriebes will Wüstenrot auch gegenüber den vielen neuen FinTech-Start-ups - etwa von Google und Amazon - wettbewerbsfähig bleiben.

Aus einem rein stationären soll ein Omni-Channel-Vertrieb werden, der Weg von einer Objektversicherung zur Versicherung von Menschen mit Bedürfnissen und sich verändernden Lebensumständen gefunden werden, sagte Riess. Geplant seien auch branchenfremde Kooperationen, wie etwa die neu gestartet Kooperation mit dem Fiat-Importeur, Fiat Chrysler Automobiles (FCA Group). Ziel dabei sei es, Autos und Versicherung im Produktbündel wechselseitig zu verkaufen. Kunden sollen zudem an jeden möglichen "Touchpoint" angesprochen werden können. "Das alles ist nicht so leicht umzusetzen", meinte Riess.

Riess sieht den Online-Vertrieb nicht als Konkurrenz zum bestehenden Vertrieb, da er hauptsächlich auf eine junge Kundengruppe ausgerichtet sei. Es handle sich vielmehr um eine Ergänzung. Der persönliche Berater bleibe weiterhin wichtig, denn "der Kunde versteht nicht alles", so Riess.

Der Anteil des Online-Vertriebs am gesamten Versicherungsgeschäft liege international bei bis zu 37 Prozent. In Österreich gebe es ihn noch gar nicht, so die Wüstenrot-Chefin. Die europäische Finanzbranche sei im internationalen Vergleich nicht so innovativ, Europa hinke bei der Digitalisierung etwas hinterher.

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