Wirecard will bis 2025 die eigene Kasse klingeln lassen

Wirecard will bis 2025 die eigene Kasse klingeln lassen

Wirecard CEO Markus Braun will seine Cash-Maschine nun erst richtig in Schwung bringen.

Zahlungsdienstleister Wirecard mit dem Österreichs Markus Braun an der Spitze hat fürs digitale Kassieren große Pläne. Das Wachstum soll bis 2025 um das Fünffache gesteigert werden. Vor allem Zahlungen via Smartphone sollen neben der Ladenkasse sowie Internetpayment der Umsatztreiber des Geschäfts werden. Der Aktienkurs fährt derweil Zickzack.

Aschheim. Der deutsche Zahlungsdienstleister Wirecard setzt sich ehrgeizige Wachstumsziele für die erste Hälfte des nächsten Jahrzehnts. Wirecard, eine Art Cash-Maschine für digitale Geschäft, soll nach Ansicht des CEO MArkus Braun nun erst richtig in Schwung kommen.

Der Boom des Online-Handels soll dem Konzern für die von ihm durchgeführten Zahlungen und damit auch Umsatz und operativen Gewinn bis zum Jahr 2025 vervielfachen.

Das Triple-Play

Dabei setzt sich der österreichische Wirecard-Vorstandschef Braun vor allem auf die Verbindung von Zahlungen im Internet, über Mobilgeräte und an Ladenkassen sowie auf datengestützte Zusatzleistungen. Mit digitalen Uhren könnte in Zukunft noch ein weiteres Endgerät dazukommen, über das Zahlungen abgewickelt werden.

Braun nutzte am Dienstag eine Veranstaltung des Unternehmens in London dazu, dem Konzern längerfristige Ziele für die kommenden Jahre zu setzen. Bisher hatte das Management Mittelfristziele nur für das Jahr 2020 ausgegeben.

Bis 2025 will Wirecard nun Zahlungen im Umfang von mehr als 710 Mrd. Euro durchführen. Das ist mehr als dreimal so viel wie für das Jahr 2020 angepeilt. Der Konzernumsatz soll auf mehr als 10 Mrd. Euro steigen - ebenfalls gut das Dreifache der für 2020 angepeilten Marke. Der operative Gewinn (Ebitda) soll mehr als 3,3 Mrd. Euro erreichen. Das wäre das sechsfache vom derzeitigen Gewinn.

Das Unternehmen beschäftigt bereits über 5000 Beschäftigte. Seit dem Jahr 2002 leitet Braun die Company. Der Ex-KPMG-Berater hatte die Führung übernommen, als die Company noch 30 Mitarbeiter Zählte.

Renommierte Partner

Wirecard verdient sein Geld mit Dienstleistungen rund um die Abwicklung von Zahlungen im Internet, aber auch auf sonstigen elektronischen Wegen. Das Unternehmen arbeitet zum Beispiel mit Visa, Mastercard, Google und Apple zusammen.

Turbulenzen gab es in den vergangenen Tagen beim Aktienkurs des Börselieblings, der erst am 24. September 2018 in den Dax aufgenommen wurde und die renommierte Commerzbank aus dem deutschen Top-Index verdrängern konnte. Die Wirecard-Papiere (ISIN DE0007472060) waren am Montag bis zu 14 Prozent abgestürzt. Mit heutigem Tag haben die Papier im Verlauf des Vormittag wieder über fünf Prozent zulegen können. Am Finanzparkett hieß es, das wohl zwischendurch der eine oder andere Anleger vulgo Spekulant Kasse machen wollte noch bevor Bauns Botschaft bei den Londoner Analysten zur Schau getragen wurde.

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