Wirecard: Kein Testat für Bilanz 2017 der Singapur-Tochter

Der Zahlungsdienstleister muss eine Schlappe hinnehmen: Die Wirecard-Tochter in Singapur bekommt von den Wirtschaftsprüfern kein Testat. Einschränkungen waren für Prüfung des Konzernabschlusses nach IFRS nicht relevant.

Wirecard: Kein Testat für Bilanz 2017 der Singapur-Tochter

Frankfurt/Aschheim . Die Singapur-Tochter des Zahlungsdienstleisters Wirecard hat kein Testat für die Jahresbilanz 2017 erhalten. Aufgrund der Einschränkungen durch Ermittlungen in Singapur seien Dokumente teilweise nicht zugänglich gewesen, erklärte Wirecard am Mittwoch. Daher habe sich der lokale Prüfer auf Basis des geltenden lokalen Rechnungslegungsstandards kein abschließendes Prüfungsurteil bilden können.

"Der lokale Abschluss wurde jedoch im Rahmen der Möglichkeiten ordentlich geprüft", erklärte der DAX-Konzern. Die Wirecard-Aktie [DE0007472060] fiel im Frankfurter Handel an der Frankfurter Börse [bis 13 Uhr MEZ] um über 5,6 Prozent auf 114,90 Euro.

Zuvor hatte das "Handelsblatt" unter Berufung auf Dokumente im Register der singapurischen Finanzaufsicht Acra berichtet, dass die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young (EY) das Testat für die Richtigkeit der Jahresbilanz 2017 verweigert hätten. "Wir können weder die Angemessenheit, Vollständigkeit und Richtigkeit des Jahresabschlusses feststellen, noch können wir den Umfang möglicher Anpassungen abschätzen, die in Bezug auf den Jahresabschluss der Gesellschaft erforderlich sein könnten", zitierte die Zeitung aus einem Dokument.

Wirecard erklärte, für die Prüfung des Konzernabschlusses nach IFRS seien diese Einschränkungen nicht relevant gewesen. "Die von Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerke zu den Konzernabschlüssen und Konzernlageberichten für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 bleiben daher davon unberührt." Sämtliche Veröffentlichungspflichten seien ordnungsgemäß eingehalten worden. "Der lokale Abschluss für das Geschäftsjahr 2018 ist kurz vor Fertigstellung."



Brutto-Netto-Rechner: Was Sie verdienen, was Sie kosten

Wie viel vom Bruttogehalt landet monatlich tatsächlich auf dem Konto? Und …

Investmentfonds kamen 2022 schwer unter Druck

Ukrainekrieg, Energiekrise, Inflation und Zinsanstieg haben …

OeNB-Chef Holzmann: "Zinsen müssen weiter deutlich steigen"

Robert Holzmann, Chef der Österreichischen Notenbank OeNB, geht von …

In Österreich gibt es 49 Euro-Milliardäre. Red Bull Chef Dietrich Mateschitz (†) hat das trend. Ranking reichsten Österreicher bis zu seinem Ableben im Oktober 2022 angeführt.
Die reichsten Österreicher: Die Liste der Milliardäre & Clans

Die 100 reichsten Österreicher besitzen mehr als 200 Milliarden Euro und …