Familienunternehmen: Index ATX Family startet an Wiener Börse

Friedrich Huemer (Polytec), Georg Kapsch (Kapsch TrafficCom), Attila Dogudan ( Do & Co) und Wolfgang Leitner (Andritz): Ihre Unternehmen gehören zu den 14 im neuen ATX Family gelisteten.

Friedrich Huemer (Polytec), Georg Kapsch (Kapsch TrafficCom), Attila Dogudan ( Do & Co) und Wolfgang Leitner (Andritz): Ihre Unternehmen gehören zu den 14 im neuen ATX Family gelisteten.

Der neue Familienunternehmensindex ATX Family der Wiener Börse rückt Österreichs börsennotierte Familienunternehmen in den Vordergrund. Zum Start sind darin 14 Unternehmen aus verschiedenen Branchen gelistet.

Österreichs Wirtschaft ist geprägt von Familienunternehmen. Der WKO zufolge sind rund 90 Prozent aller heimischen Unternehmen Familienunternehmen laut EU-Definition. Wenn man die Ein-Personen-Unternehmen nicht mitzählt, dann liegt der Anteil der Familienunternehmen immer noch bei rund 54 Prozent. Deren Vielfalt erstreckt sich quer über alle Branchen - mit einem besonderen Schwerpunkt im Bereich Tourismus - und reicht vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum weltweit erfolgreichen Großkonzern.

Zu den generellen Besonderheiten von Familienunternehmen gehört ihr Streben nach Stabilität und generationsübergreifender Nachhaltigkeit statt kurzfristiger Gewinnmaximierung. Auch wenn Familienunternehmen von Managern geleitet werden, so haben die Eigentümerfamilien stets ein gewichtiges Wort bei den Entscheidungen mitzureden und die letzte Kontrolle über das Unternehmen.

Die langfristige, nachhaltige Ausrichtung der Familienunternehmen machen sie auch für Anleger und Investoren interessant, die mit ihrem Geld nicht auf spekulative Werte setzen möchten, sondern stattdessen an stabilen Renditen und Dividenden - von den Unternehmen ausgeschüttete Gewinnbeteiligungen - interessiert sind. Dieser Klientel trägt die Wiener Börse nun mit dem neuen Index "ATX Family" Rechnung, der seit dem 13. Februar berechnet wird.

Die 14 ATX Family Werte

Für den Indexkorb qualifizieren sich alle im Segment prime market notierten Unternehmen. In den Index aufgenommen werden jene, an denen Gründerfamilien, Vorstände oder Aufsichtsratsmitglieder zwischen 25 und 75 Prozent der Aktien halten. Zu den 14 Unternehmen, aus denen sich der Index zum Start zusammensetzt, gehören der Maschinenbauer Andritz, der Leiterplatten-Hersteller AT&S, der Catering-Spezialist Do & Co, der Maut-Spezialist Kapsch Traffic Com, der Verpackungskonzern Mayr-Melnhof, der Kranhersteller Palfinger, die oberösterreichische Polytec Holding, der Baukonzern Porr, der Feuerwehr-Ausstatter Rosenbauer, der Ölfeld-Ausstatter Schoeller-Bleckmann, der Hotel- und Immobilienentwickler UBM sowie der Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel.

„Familienunternehmen werden häufig für private Unternehmen gehalten, dabei sind Familienunternehmen und Börse kein Widerspruch. Im Gegenteil, mit Andritz, Schoeller-Bleckmann und Zumtobel sind drei international erfolgreiche Unternehmen im österreichischen Leitindex vertreten. Internationale Investoren begrüßen stabile Kernaktionäre“, sagt Christoph Boschan, CEO der Wiener Börse. „Die Wiener Börse ist für heimische Familienunternehmen der ideale Listing- und Handelsplatz. Die Aufnahme in einen handelbaren Index liefert internationale Sichtbarkeit und erschließt passive Investorenschichten.“

Die Informations-Website der Wiener Börse zur Wertentwicklung und Zusammensetzung des ATX Family Index finden Sie hier. ATX FMLY; (ISIN AT0000A1ZUD7)

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