Wiener Immomarkt: Hohe Preissprünge beim Kaufen und Mieten sind Vergangenheit

Wiener Immomarkt: Hohe Preissprünge beim Kaufen und Mieten sind Vergangenheit

Wien: Schön, aber teuer. Doch nun zeichnet sich durch viele Neubauten Entspannung am Markt ab.

Sowohl Käufer und Mieter können aufatmen. Die Preise stabilisieren sich. Die Prognosen der Experten für die Preisentwicklung kurz- und auch langfristig sind für Käufer wenig rosig. Etwas aufatmen können Neumieter.

Die Preise für Eigentumswohnungen in Wien waren im ersten Halbjahr stabil. Grund dafür sind die zahlreichen Fertigstellungen, die vor allem in dem am stärksten gefragten, mittelpreisigen Segment zu einem Ende der überdurchschnittlichen Preisauftriebs geführt haben. Der durchschnittliche Wohnungskaufpreis lag im ersten Halbjahr bei 4.050 Euro/m2. Impulse erhält der Markt laut den Immobilienprofi EHL auch durch die Einkommens- und Konjunkturentwicklung. Im ersten Quartal wurde das stärkste Wirtschaftswachstum seit sechs Jahren verzeichnet, der private Konsum profitiert von der Steuerreform 2016 und auch die Arbeitslosigkeit ist zuletzt gesunken.

2017: Preiserhöhung im Rahmen der Inflation erwartet

"Diese wirtschaftliche Entwicklung unterstützt das aktuelle Preisniveau. Wir erwarten deshalb, dass der Anteil der Wohnungskosten am verfügbaren Einkommen sich tendenziell wieder stabilisieren wird", EHL in der Analyse zum Wiener Wohnungsmarkt für das 1. Halbjahr. Für 2017 wird mit Preiserhöhungen in etwa im Rahmen der Inflationsrate gerechnet.


Ein Rückgang der Eigentumspreise ist laut weder kurz-, noch mittel- oder langfristig zu erwarten.

So EHL in seiner Studie. Der verstärkte Neubau wird zwar den Nachfrageüberhang verringern und auf längere Sicht ausgleichen, aber ein Angebotsüberhang ist in Anbetracht der demographischen Entwicklung praktisch ausgeschlossen. Zudem kaufen Eigennutzer nach wie vor mit sehr hohem Eigenkapitalanteil und Wohnungsinvestoren profitieren von den anhaltend niedrigen Zinsen. Dementsprechend ist der Zustrom von Kapital in den Wohnimmobilienmarkt
ungebrochen hoch. Auch der internationale Vergleich unterstreicht die gute fundamentale Basis des Wiener Preisniveaus. Wohnen ist in Wien nach wie vor deutlich besser leistbar als in anderen Städten mit starkem Zuzug wie beispielsweise London, Paris oder München.

Die teuersten Bezirke Wiens: 1., 19., 18., 8., 7., und der 9.

Mietpreise stabilisieren sich

Nach teilweise deutlichen Anstiegen in den Vorjahren haben sich die Quadratmetermieten im ersten Halbjahr 2017 stabilisiert. Hintergrund dafür ist, dass ein großer Teil der potenziellen Mieter bei den gesamten Mietkosten eine bestimmte Schwelle nicht überschreiten will oder kann. In den Vorjahren konnte eine kontinuierliche Reduktion der Wohnungsgrößen die steigenden Quadratmetermieten ausgleichen.


Die Möglichkeiten die Flächen zu reduzieren, bei gleichbleibendem Preis sind jedoch mittlerweile weitgehend ausgereizt.

So die Einschätzung von EHL. Daher sei es zunehmend schwierig, höhere Quadratmetermieten durchzusetzen. Die hohe Neubauleistung wirkt sich ebenfalls stabilisierend auf das Mietniveau aus und die neuen Flächen können vom Markt gut absorbiert werden. Auch in Zukunft wird das Preisniveau gehalten werden können.

Angebot an Mietwohnungen wird steigen

In den kommenden Jahren wird das Angebot an Mietwohnungen steigen, da immer mehr Bauträger Objekte, die eigentlich für den Einzelverkauf gedacht waren, als Gesamtinvestment veräußern und die Wohnungen seitens dieser Investoren vermietet werden. Hintergrund dieser Entwicklung sind die hohe Liquidität und der starke Veranlagungsdruck institutioneller Investoren, die sich mittlerweile verstärkt dem Wohnungssegment zuwenden.

Geld

Google, Facebook & Co: Giganten für die Ewigkeit?

Bitcoins werden mitunter auch schon in der realen Welt als Zahlungsmittel akzeptiert.

Geld

Bitcoin, Tether & Co - Begehrte Ziele von Hackern

Geld

Black Friday: 10 Tipps für den Schnäppchen-Kauf im Netz