Wie Spitzenfonds gemanagt werden

Uli Krämer, (2. v. r., sitzend), Leiter des Kepler-Portfoliomanagaments, mit einem Teil des Teams im Trading-Room der Fondsgesellschaft.

Uli Krämer, (2. v. r., sitzend), Leiter des Kepler-Portfoliomanagaments, mit einem Teil des Teams im Trading-Room der Fondsgesellschaft.

Die Kepler KAG schneidet bei Awardverleihungen überdurchschnittlich gut ab. Das Geheimnis des Erfolges: Teamgeist und hohes technisches Know-how.

Bei Banken gibt es immer weniger Unterschiede. Ob jetzt 0,7 statt 0,5 Prozent Zinsen für täglich fällige Einlagen von einem Institut bezahlt werden, bringt den Sparern nicht viel. Wo es aber sehr wohl große Unterschiede gibt, sind die Ergebnisse, die von den Kapitalanlagegesellschaften der heimischen Banken erzielt werden. Schließlich hat fast jede größere Bank in Österreich eine eigene Gesellschaft, die für ihre Kunden Investmentfonds verwaltet. Also Aktienfonds, Anleihefonds oder auch eine Mischung aus beiden Anlageformen.

Und wenn jemand größere Beträge ab rund 20.000 Euro in Investmentfonds veranlagt hat oder auch monatlich über einen Sparplan darin einzahlt, macht es sehr wohl einen Unterschied aus, ob am Ende des Jahres der Aktienfonds der einen Bank fünf Prozent und ein Fonds der gleichen Kategorie von einer anderen Bank aber 15 Prozent Performance erzielt hat.

Große Ratingagenturen wie Scope/Feri, Morningstar oder Lipper unterziehen die Ergebnisse von Investmentfonds alljährlich einem Performancevergleich. Und da kann beispielsweise die Kepler KAG, die Fondsgesellschaft der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, stets mit überdurchschnittlichen Ergebnissen punkten. Die Fondsmanager aus Linz verweisen dabei sogar internationale Kollegen von Goldman Sachs, Fidelity oder JPMorgan zuweilen auf die Ränge. Beim jüngsten Eurorating Award von Scope/Feri wurde die Kepler KAG mit dem ersten Platz in der Kategorie Universalanbieter zum besten Assetmanager in Österreich gekürt. Und auch in der Kategorie Rentenfonds in Österreich und Deutschland landete Kepler auf dem ersten Platz. Seit 2014 liegt die Linzer Fondsschmiede damit immer in den Spitzenrängen beim Leistungsvergleich der großen Kapitalanlegegesellschaften. Kepler-Geschäftsführer Andreas Lassner-Klein über das Geheimnis des Erfolgs: "Wir machen nicht alles, aber das mittelmäßig, sondern fokussieren auf klare Kernkompetenzen mit echtem Mehrwert" (siehe Interview).

Starkes Team

Ein Erfolgsfaktor der Kepler KAG ist der starke Team-Spirit. Viele Mitarbeiter sind seit der Gründung der Fondsgesellschaft im Jahr 1998 dabei. Und natürlich trägt auch das fachliche Wissen viel zu den Ergebnissen der von Lassner-Klein als Geschäftsführer und Uli Krämer als Leiter des Portfoliomanagements geführten KAG aus.

DAS FLAGGSCHIFF.

Der Mischfonds (bis zu 40 Prozent Aktienanteil) ist das Paradeprodukt der Kepler KAG. Über fünf Jahre hindurch schaffte er eine durchschnittliche jährliche Performance von über zehn Prozent. Er wird von Pensionskassen zur Veranlagung genutzt.

ERTRAGREICH UND GUT.

Dass nachhaltiges Investment und gute Performance sich nicht ausschließen, beweist der von Florian Hauer gemanagte Kepler Ethik-Aktienfonds. Er konnte über die vergangenen fünf Jahre einen stattlichen Zuwachs von 100 Prozent erzielen.

Für die Veranlagung in Anleihen ist das Team rund um den Mathematiker Kurt Eichhorn verantwortlich. Eine Spezialität ist die Veranlagung in Anleihen mit einem geringem Emissionsvolumen, die dadurch weniger auf dem Radarschirm großer Asset Manager auftauchen. Diese Papiere weisen oft attraktive Renditeaufschläge auf und können so im Fonds für eine bessere Performance sorgen. Bei der Aktienauswahl setzt das Team rund um Rudolf Gattringer ganz auf Sicherheit. Beim Stock Picking geht man nach den Erkenntnissen des Minimum-Varianz-Ansatzes vor. Dabei werden Qualitätsaktien identifiziert, die eine deutlich geringere Schwankung als vergleichbare Papiere aufweisen. Wenn sie noch weiteren Kriterien entspricht, wird eine Aktie gekauft. Dadurch kann eine stabilere Kursentwicklung erzielt werden als bei manch anderen Aktienfonds.

Einer der Fonds, der in den vergangenen Jahren stets Awards einheimsen konnte, ist der Kepler Vorsorge Mix. Er ist für die sehr risikoarme Veranlagung von Pensionskassen geeignet und erzielte dennoch über die vergangenen fünf Jahre hindurch ein Plus von 56 Prozent. Besonders erfolgreich sind die Moneymaker aus Linz auch, wenn es um nachhaltige Veranlagung geht. Der Ethik-Aktienfonds konnte über fünf Jahre ein Plus von 100 Prozent erzielen.

Durch die Auszeichnungen der letzten Jahre schlägt sich die Kepler KAG am heiß umkämpften heimischen Fondsmarkt sehr gut und gewinnt laufend Anteile. Mit einem Gesamtvolumen von 15,3 Milliarden Euro ist die Kepler KAG die Nummer vier am heimischen Fondsmarkt - und sie will noch weiter wachsen.

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