Wie Anleger vom Kaffeekapsel-Boom profitieren können

Wie Anleger vom Kaffeekapsel-Boom profitieren können

Nestlé und Starbucks: Die größten Player im Kaffee-Business.

Wer etwas auf sich hält und ein Genießer ist, trinkt hochwertigen Kaffee. Dieser kommt häufig aus der Kapsel. Immer mehr Chinesen kommen auch auf den Kaffeegeschmack. Für Anleger bietet der Kaffeeboom nach wie vor hohe Gewinnchancen.

Filterkaffee ist out, Portionskaffee liegt im Trend. Davon profitieren Hersteller von Kapselkaffee und Kaffeehausketten. Diese bieten Konsumenten gleichbleibend hohe Qualität. Kapseln sind mitunter ungleich teurer als Kaffeepulver, das in Filtermaschinen verwendet wird und damit ein gutes Geschäft für die Hersteller solcher Kapseln. Hinzu kommt: Nicht nur in westlichen Ländern steigt der Konsum hochwertigen Kaffees, auch immer mehr Chinesen können sich für das Bohnengetränk erwärmen - was das Absatzpotenzial kräftig erhöht. Vom steigenden Bedarf an hochwertigem Kaffee können auch Anleger profitieren. Die Gutmann-Bank erklärt, warum die Nachfrage steigt und in welche Kaffee-Aktien sie in ihren Fonds investiert ist.

Trend zu hochpreisigem Premium-Kaffee

Konsumenten sind bereit für einen Espresso oder einen Caffè Latte mehr als früher zu zahlen. Dies spiegelt sich auch darin wider, dass immer mehr kleine und spezialisierte Kaffeehausketten auf den Markt kommen, die hochqualitativen Kaffee anbieten. Diesem Trend folgen auch große Player.

Unternehmen wie Nestlé und Starbucks ist es gelungen, verstärkt Premiumkaffee zu verkaufen. Nestlé erreicht mit seinem Premium-Kaffee bereits eine hohe Marktdurchdringung. Dabei sind die Preise wesentlich höher als bei normalem Filterkaffee. Bei Starbucks kann eine Tasse Kaffee rund fünf Euro kosten. Trotz solcher hohen Preise geht das Konzept auf. Das Geschäft mit der Bohne floriert.

Chinesen trinken erst fünf Tassen Kaffee pro Jahr

Laut Schätzungen der Internationalen Kaffeeorganisation lag der Pro-Kopf-Verbrauch in China 2013 bis 2014 bei lediglich 83 Gramm pro Jahr. Das entspricht fünf bis sechs Tassen Kaffee und ist nur ein Bruchteil dessen, was in vielen westlichen Ländern konsumiert wird. Zum Vergleich: Die Finnen trinken jährlich im Schnitt 813 Tassen Kaffee, die Österreicher 520 Tassen.

Aber der Konsum im Reich der Mitte steigt rapide. Zwischen 2004 und 2014 erreichte das jährliche Wachstum im Schnitt 16 Prozent. Damit ist China eines der Länder mit dem größten Anstieg des Kaffeekonsums weltweit. Ursache dafür ist auch, dass immer mehr Chinesen in die Mittelschicht aufsteigen, die verstärkt das Heißgetränk für sich entdeckt. Das eröffnet bei den Absatzmengen weiter deutliches Steigerungspotenzial. Dazu kommt, dass sich auch im Reich der Mitte Konsumgewohnheiten. Auch sie wollen statt Löskaffee höherwertige Produkte.

Doch welche Unternehmen profitieren am meisten vom Trend zum Kaffee? Nestlé ist der größte Kaffeekonzern der Welt. An zweiter Stelle folgt die US-Kaffeehauskette Starbucks. Das drittgrößte Kaffeeunternehmen ist die nicht an der Börse gelistete Investmentholding JAB der Familie Reimann, zu der Unternehmen wie Jacobs Douwe Egberts und Keurig Green Mountain gehören.

Nestlé: Kaffee-Bereich wächst am schnellsten

Nestlé, der größte Nahrungsmittelhersteller der Welt, verfügt über ein relativ diversifiziertes Produktportfolio. Das Kaffeegeschäft mit den Marken Nescafé und Nespresso hat hohen Stellenwert. Die Kaffeeumsätze wachsen schneller als in anderen Geschäftszweigen von Nestlé und sind überdurchschnittlich profitabel. In Europa ist die Marktstellung bei Portionskaffee durch Nespresso stark.

Das ist in den USA anders. Dort ist der Kapselproduzent Keurig Green Mountain, der kürzlich von der Investmentholding JAB gekauft wurde, an erster Stelle. Aber Nestlé geht in die Offensive. Für die USA wurde ein eigenes Kapselsystem namens Vertuoline entwickelt. Der Konzern wuchs zuletzt aber vor allem dank hoher Nachfrage in den Schwellenländern wieder etwas schneller. In den vergangenen zwölf Monaten legte die Nestle-Aktie um 18,3 Prozent zu. Innerhalb der letzten fünf Jahre betrug der Zuwachs 40 Prozent.

Starbucks: China soll einer der größten Märkte werden

Starbucks selbst und seine Franchise-Partner betreiben weltweit mehr als 25.000 Restaurants. Das Unternehmen aus Seattle setzt verstärkt auf China. In den nächsten fünf Jahren soll China der größte Markt für Starbucks außerhalb der USA werden. Aktuell betreibt das Unternehmen in China rund 2.800 Restaurants. Ziel ist, bis 2021 auf 5.000 Restaurants zu kommen. Außerdem hat Starbucks kürzlich seine Partner aus dem Joint Venture East China für 1,3 Milliarden Dollar ausgekauft. Damit erhält das Unternehmen die Kontrolle über 1.300 Restaurants in 25 Städten. Die Transaktion war der größte Deal in der Starbucks-Geschichte.

Starbucks: 150 Prozent Kurszuwachs in fünf Jahren

Zwar hat die Kette im vergangenen Quartal die Anleger enttäuscht, doch der Aufwärtstrend bleibt intakt. Die Aktie zählt zu den stärksten Aktien im S&P. Kursgewinne von mehr als 150 Prozent in den zurückliegenden fünf Jahren sind mehr als beträchtlich. Der Umsatz konnte in den zurückliegenden zehn Jahren von 9,4 auf 21,3 Milliarden Dollar gesteigert werden. Gleichzeitig legte die operative Marge von 11,2 auf 19,6 Prozent zu.

Um dem Kaffeetrend Rechnung zu tragen, investiert der Gutmann Aktienfonds (ISIN: AT0000973003) in Nestlé und profitiert auch von dessen solider Dividende. Die Gewinnausschüttungen sind durch die breite Aufstellung gut abgesichert. Im Gutmann Aktienfonds, der stark auf Wachstumsunternehmen ausgerichtet ist, wird auch in Aktien von Starbucks investiert. Das Unternehmen kann, laut Gutmann, aufgrund des ambitionierten Plans für die Neueröffnungen von Restaurants deutlich schneller wachsen und die Profitabilität steigern.

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