Die sichersten und riskantesten Währungen der Welt

Die sichersten und riskantesten Währungen der Welt

Dollar-Anleger brauchten in den vergangenen zehn Jahren gute Nerven. Die Schwankungen waren deutlich höher als beim japanischen Yen oder dem Schweizer Franken.

Wenn es Unsicherheiten in der Welt gibt, flüchten Anleger gern in den Schweizer Franken, Amerikaner wiederum auch gerne in ihre eigene Währung. Nun hat die US-Investmentbank analysiert, welche Währung sich wirklich als sicherer Hafen erwiesen hat und welche Währungen die riskantesten sind.

Keine Währung bietet einen so sicheren Haften wie der japanische Yen. Zu diesem Ergebnis kommen die Analysten der US-Investmentbank Goldman Sachs. In den vergangenen zehn Jahren war keine andere namhafte Währung weniger Schwankungen unterworfen. "Keine andere Währung hat sich im vergangenen Jahrzehnt gegenläufiger zu riskanten Anlageklassen verhalten als der Yen", schreibt Goldman-Sachs-Analyst Kevin Daly in einer Analyse.

Goldman Sachs verglich dazu die tägliche und monatliche Finanzströmme innerhalb eines Baskets von 28 liquiditätsstarken Währungen entwickelter Märkten. "Der Yen zeigte die meiste und beständigste negative Korrelation zu der Entwicklung am globalen Aktienmarkt, dem US-Ölpreis und den Zinsen 10-jähriger US-Staatsanleihen. Das heißt: Geht es an den Börsen heiß her, entwickelte sich der Yen in den vergangenen zehn Jahren vergleichsweise stabil weiter.

Yen: Eine Währung an der die Aufregungen der Weltmärkte in den vergangenen Jahren ohne große Spuren vorübergegangen sind. Der Dollar und der Schweizer Franken (Franc Treasery Yields) waren deutlich stärken Schwankungen ausgesetzt.

Dollar und Ölpreis korrelieren stärker

Mehr Nerven brauchten Anleger in den US-Dollar. Zum einen vielen die Schwankungen wesentlich stärker aus als beim Yen. Zum anderen war die negative Korrelation des US-Dollar zum Ölpreis in der Messperiode 2012 und 2016 wesentlich schwächer, verglichen mit dem Zeitraum zwischen 2007 und 2011. "Das bedeutet entweder, dass die Verbindung zwischen Dollar und Ölpreis kurz nach der Finanzkrise ungewöhnlich stark war oder es spiegelt den steigenden Selbstversorgungsgrad der USA mit Öl wieder", so Währungsexperte Daly.

Mexiko, Australien, Kanada: Länder mit den riskantesten Währungen

Wer in fremden Währungen investiert, sollte sich jedoch vor allem bei Investments in mexikanischen Peso, südafrikanischen Rand, dem kanadischen und dem australischen Dollar in acht nehmen. Diese waren laut den Analysen von Goldman Sachs in der vergangenen Dekade permanent die riskantesten Währungen unter den 28 verglichenen Währungen.

Währung reagiert auf Aktienmärkte kurzfristig stark, der Ölpreis reagiert träger

Auf täglicher Basis spielen bei der Entwicklung der Währung, laut Goldman Sachs, stark der Kursverlauf der Börsen eine wesentliche Rolle. Als Messwert wurde der MSCI All Country World Index herangezogen. Blickt man auf die Entwicklung auf Monatsbasis relativiert sich dieser Einfluss jedoch. Genau gegenteilig verhält es sich, wenn man die Entwicklung des texanischen Ölpreises WTI mit dem Dollar vergleicht.

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