Veranlagung mit Verantwortung

Veranlagung mit Verantwortung

Auf die Vermögensverwalter kommen 2018 größere Herausforderungen zu. Aber auch Kunden sind bei der Wahl ihrer Investments gefordert.

Im heurigen Jahr konnte man bei der Veranlagung eines Vermögens kaum etwas falsch machen. Die Börsen in Europa, den USA und den Schwellenländern jagten von Rekord zu Rekord. Und der Aktienmarkt in Wien liefert bislang eine Performance, die sogar weit über anderen großen Börsen liegt. Doch im kommenden Jahr wartet auf die Vermögensverwalter eine größere Herausforderung. Jahrelang gab es durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) keine Alternative zu den Aktienmärkten.

Aber ab Herbst 2018 könnten die Zinsen schön langsam wieder steigen. Und spätestens dann dürfte die Stimmung an den Börsen nicht mehr nur rosig sein. Eine Prognose für die Entwicklung des Euro Stoxx 50 und des S&P 500 Index zeigt, dass auch im kommenden Jahr noch mit steigenden Kursen zu rechnen ist. Aber im Herbst, wenn die EZB ihre Liquiditätspolitik ändert, ist ein Rückgang an den Börsen zu erwarten.

Teodoro Cocca ist Professor für Asset Management an der Johannes Kepler Universität in Linz und auch er sieht für diese Situation Handlungsbedarf: "Die kommenden Jahre werden für Investoren sicher nicht einfach. Sie müssen sich aktiv um ihre Veranlagung kümmern und dürfen sich nicht blind ihrer Hausbank ausliefern." Die Verantwortung für eine erfolgreiche Vermögensverwaltung liegt also auf beiden Seiten, so der Professor: bei den Asset Managern der Privatbanken und bei den Vermögenden. Denn nur wer auch einen Blick auf Angebote von anderen Instituten wirft, kann dann das beste aus seinen Investments machen.

Besonders Regionalbanken können hier mit ihren Stärken punkten. Während große Kreditinstitute auch in der Vermögensverwaltung vermehrt auf Standardprodukte zurückgreifen, können Regionalbanken viel besser individuell auf die unterschiedlichen Veranlagungsziele eingehen.

S&P 500 und Euro STOXX 50 Entwicklung: Wenn im Herbst 2018 die EZB ihre Liquiditätspolitik zurückfährt, könnte es Kursrückgänge geben

Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ) bietet unter anderem mit der Privat Bank eine Vermögensverwaltung, die alle Anforderungen ihrer Kunden detailliert berücksichtigt. Die RLB OÖ betreut aber auch mehr als 80.000 Privatkunden mit allen Serviceleistungen von Mobile Banking bis zu persönlicher Beratung in allen Finanzfragen. Und sie unterstützt Klein-, Mittel- sowie Industrieunternehmen nicht nur in der Finanzierung, sondern auch bei anderen unternehmerischen Aspekten (siehe auch Interview mit Heinrich Schaller, Generaldirektor der RLB OÖ).

Gerade diese Bündelung von Expertenwissen ist aber bei der Betreuung von Family Offices von großem Vorteil. Denn hier geht es oft nicht nur um die Verwaltung größerer Vermögen, sondern auch manchmal um Unternehmensweitergaben, Firmenkäufe oder -verkäufe und auch Erbschaftsangelegenheiten. Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Anwälte und natürlich erfahrene Asset Manager sitzen hier an einem Tisch und helfen bei der Lösung aller individuellen Fragen.

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