Börsengang: 150 Millionen für Varta, 83 Millionen für Tojner

Varta Microbatteries Eigentümer Michael Tojner

Varta Microbatteries Eigentümer Michael Tojner

Investor und Unternehmer Michael Tojner bringt die zu seiner Montana Tech gehörende Varta Microbatteries in Frankfurt an die Börse. Der Verkauf von Unternehmensanteilen soll bis zu 233 Millionen Euro einbringen, davon 83 Millionen für Tojner.

Der deutsche Mikrobatterienhersteller Varta, der zur Montana Tech Holding des österreichischen Investors Michael Tojner gehört, hat einen neuen Anlauf zur Rückkehr an die Frankfurter Börse gestartet. Der Hersteller von Kleinst-Batterien für Hörgeräte oder Kopfhörer hat die Preisspanne für seine Aktien auf 15 bis 17,50 Euro festgelegt. Die Zeichnungsfrist läuft voraussichtlich bis zum 24. Oktober. Ab 25. Oktober sollen die Aktien erstmals im regulierten Markt ("Prime Standard") gehandelt werden.

Varta war bis 2007 schon einmal börsennotiert. Das heutige Unternehmen ist aber nur ein kleiner Teil des damals notierten Batterienherstellers. Die Industriellenfamilie Quandt hat in der Folge des Börsen-Exits von vor zehn Jahren das Geschäft mit Autobatterien an den US-Zulieferer Johnson Controls die Sparte Haushaltsbatterien an Spectrum Brands verkauft. An Tojner ging der Bereich Microbatteries.

Bis zu 83 Millionen für Tojner

Der Börsengang soll dem Unternehmen mit Sitz in Ellwangen (Deutschland) bis zu 233 Mio. Euro einbringen. Mit der Ausgabe von bis zu zehn Millionen neuen Aktien will Varta selbst 150 Millionen Euro einnehmen, der Rest geht an Tojner. Am oberen Ende würde das gesamte Unternehmen mit 668 Millioen Euro bewertet werden. Beim abgebrochenen IPO-Versuch im vergangenen Jahr waren es nur 520 Millionen Euro. Die höhere Bewertung wird mit dem Wachstum des vergangenen Jahres begründet.

Insgesamt werden bis zu 14,95 Millionen Aktien angeboten. Bei einer hohen Nachfrage gibt Varta weniger neue Aktien aus. "Wir begnügen uns mit 150 Millionen Euro, weil die Summe zur Finanzierung unseres geplanten Wachstums ausreicht", sagte Finanzchef Michael Pistauer. Unter anderem will die Firma 80 Millionen in den Ausbau der Produktionskapazität für Lithium-Ionen-Akkus stecken, die beispielsweise in Kopfhörern eingesetzt werden. Rund 30 Millionen sollen in den Aufbau einer neuen Produktionslinie für Hörgerätebatterien fließen.

Im letzten Geschäftjahr 2016 konnte Varta Microbatteries den Umsatz um 9,6 Prozent auf 214 Millionen Euro steigern, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging dagegen um ein Drittel auf 14,9 Millionen Euro zurück.

Bahram Sadighian, BlackRock, und Christoph Boschan, CEO Wiener Börse, bei der Präsentation des neuen ETF-Segments der Wiener Börse.

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