US-Präsident Trump mischt die Pharmabranche auf

US-Präsident Trump mischt die Pharmabranche auf

Das beliebteste Spielzeug des Präsidenten: Via Twitter greift er mit unmissverständlichen Botschaften auf das Spiel von Angebot und Nachfrage und in die Preisautonomie von Unternehmen ein.

Donald Trump hat angekündigt, auf die Preise für Arzneien einzugreifen. Die Pharmabranche regiert verschreckt. Ebenso die Aktienmärkte. Einmal mehr hat er die sogenannten "Fake News" ins Visier genommen.

Washington. Rund um den Amtsantritt hat US-Präsident Donald Trump bereits angekündigt, dass die Preise der Pharmahersteller zu hoch sind. Und das sich das ändern werde. Nun macht er offenbar ernst. Und kündigt einmal mehr an, den Status Quo zu ändern. Trump fordert mehr Konkurrenzkampf in der Pharmabranche und geringere Preise für Medikamente.

Doch einmal mehr sind es nur Ankündigungen, die nun aber in Maßnahmen münden sollen. "Ich arbeite an einem neuen System, wo es Wettbewerb in der Pharmaindustrie geben wird", twitterte Trump am Dienstag. "Die Preise für das amerikanische Volk werden deutlich purzeln."

Umgehend Irritation hat das in der Pharmabranche ausgelöst. Die Finanzmärkte reagierten prompt auf die Ankündigung. So fielen Aktien von Medikamenten-Herstellern wie AstraZeneca, GlaxoSmithKline oder Shire um bis zu 1,6 Prozent. Der europäische Branchenindex büßte 0,9 Prozent ein. Im vorbörslichen US-Geschäft verlieren Papiere von Pfizer, Eli Lilly und Johnson & Johnson bis zu 1,9 Prozent.

Trump ging auch wieder in den seit Wochen gewohnten Twitter-Modus über. Die Darstellung seiner Politik in den Medien dürften Trump kaum schmeicheln. Seinen Fans richtete er einmal mehr aus, sie sollten den "Fakes News" nicht glauben, wonach es in der Trump Administration derzeit zu großen internen Kämpfen gekommen sei.

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