Uniqa lanciert Drohnen-Haftpflichtversicherung

Uniqa lanciert Drohnen-Haftpflichtversicherung

Über bewohntem Gebiet Aufnahmen machen, kann hohe Strafen nach sich ziehen. Aber Flüsse und Berge filmen, darf jeder Drohenbesitzer, der eine Bewilligung hat.

Die Zahl der Drohnen-Bewilligungen dürfte laut aktuellen Schätzungen heuer sprunghaft steigen. Die Uniqa hat nun mit einer ersten standardisierten Drohnen-Haftpflicht-Versicherung reagiert.

Unbemannte Luftfahrzeuge, sogenannte Drohnen, erfreuen sich steigender Beliebtheit. Seit 2014 hat sich die Anzahl der bewilligten Drohnen laut Daten der Austro Control verhundertfacht. Waren es 2014 erst 150 neue Bewilligungen so werden es laut aktuellsten Hochrechnungen heuer bereits 1.550 Drohnen sein. Nutzer von Drohnen müssen eine Haftpflichtversicherung abschließen. Bisher basierten solche Versicherungen auf vereinzelten Speziallösungen. Nun kommt die Uniqa, aufgrund der steigenden Nachfrage mit einem standardisierten Produkt auf den Markt.

Wer in Österreich eine Drohne fliegt, die mehr als 250 Gramm hat (lt. Luftfahrtgesetz ein §24c Modell), braucht eine Fluggenehmigung von der Austro Control. „Damit verpflichtend verbunden ist eine Haftpflichtversicherung“, so Andreas Kößl, Vorstand Uniqa Österreich. Er nennt den Vorteil der nun standardisiert angebotenen Drohen-Versicherung: „Da das Produkt von der Stange weg abgeschlossen werden, ist auch die Prämie günstiger geworden.

75 Euro pro Drohne Prämie pro Jahr

Das Produkt umfasst eine maximale Versicherungssumme im Worst-Case von einer Million Euro, jedenfalls gedeckt ist aber die gesetzlich geforderte Summe. Die jährliche Prämie liegt bei 75 Euro, für Stammkunden sind es 60 Euro pro Drohne. Die Versicherung gilt ausschließlich in Österreich; in einem Vertrag sind der Versicherungsnehmer und alle mit ihm im gleichen Haushalt lebenden Personen ab 16 Jahren versichert. Kommt es zu einem Schaden durch die Drohne, fällt ein Selbstbehalt von zehn Prozent aber maximal 2.000 Euro an. Bei Personenschäden entfällt der Selbstbehalt. „Wir schließen mit dem Produkt eine Risiko-Lücke, die die Digitalisierung mit sich bringt“, so Uniqa-Vorstand Kößl.

Die Zahl der bewilligten Drohnen dürfte 2017 deutlich steigen.

Lesen Sie zum Thema Drohen auch: Welche gesetzlichen Regelungen für Drohnen gelten.

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