UniCredit-Vorstandschef Federico Ghizzoni tritt ab

UniCredit-Vorstandschef Federico Ghizzoni tritt ab

UniCredit-CEO Federico Ghizzoni tritt den Rückzug an.

Der Vorstandsvorsitzende der Bank-Austria-Mutter und UniCredit-CEO Federico Ghizzoni tritt ab. Nicht sofort, doch in vorgegebenen Schritten. Bis zur Ernennung seine Nachfolgers will er als Chef des Bankenkonzerns erhalten bleiben.

Mailand/Wien. UniCredit-CEO Federico Ghizzoni hat sich mit dem Board der Bank auf einen Wechsel geeinigt. Ghizzoni erklärte sich bereit, bis zur Ernennung eines Nachfolgers im Amt zu bleiben, teilte die Bank Austria-Mutter in einer Presseaussendung am Dienstag mit. Verwaltungsratspräsident Giuseppe Vita wurde mit der Suche nach einem Nachfolger beauftragt.

Das Board dankte Ghizzoni für "die hohe Qualität seiner Arbeit im Interesse der Gruppe, der Aktionäre und der Mitarbeiter". Ghizzoni habe die Bank mit "großer Kompetenz" in extrem schwieriger Konjunktur geführt, hieß es in der Presseaussendung.

Der 60-jährige Ghizzoni steht seit fast sechs Jahren an der Spitze des Konzerns. Davor war er Bank Austria-Vizechef und hier für das Osteuropageschäft verantwortlich. Ghizzoni steht als UniCredit-Boss seit einiger Zeit unter Druck, es häufte sich die Kritik von Aktionären am niedrigen Aktienkurs, internationale Finanzmedien spekulierten über einen abermaligen Kapitalbedarf in mehrfacher Milliardenhöhe.

Mehrere Kandidaten sind im Rennen. Als Favorit gilt laut italienischen Medien Marco Morelli, Vizepräsident der Bank of America-Merrill Lynch für Europa und Nahost. Ein weiterer Kandidat ist der Franzose Jean Pierre Mustier, ehemaliger Chef der Corporate&Investment-Banking-Abteilung der UniCredit.

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