UniCredit investiert in Smartphone-Bank

UniCredit investiert in Smartphone-Bank

Das Smartphone kommt den Fokus der Banken: Die UniCredit will ab 2017 den Bankschalter auf das Smartphone pflanzen.

Die Bank Austria-Mutter UniCredit will mit der Buddybank ab 2017 Bankdienstleistungen für Smartphone-Nutzer anbieten. 50 Millionen Euro werden investiert.

Rom/Mailand. UniCredit investiert 50 Millionen Euro in Online-Banking. Die Bank-Austria-Mutter startet ab 2017 mit "Buddybank", einer digitalen Bank, die lediglich per Smartphone zugänglich ist.

Die Bank unter der Führung des Managers Angelo D'Alessandro, will in den nächsten fünf Jahren eine Million Kunden gewinnen. Die Gewinnschwelle soll im dritten Jahr nach dem Start mit 300.000 Kunden erreicht werden. Hauptquartier der "Buddybank", die noch das grüne Licht der italienischen Notenbank und der EZB erhalten muss, ist Mailand. Niederlassungen sollen in Europa, in den USA und in den Afrika folgen. Der Start in den USA soll 2018 in Kalifornien erfolgen.

Die exklusiv mobile Bank wird drei klassische Finanzprodukte anbieten: Konto, Kreditkarte und Kredite bis zu 25.000 Euro. Mit der Bank wird der Kunde auch Restaurants oder Taxis buchen und Reisen organisieren können. Die Bank will ein Netz von Partnern im Bereich Start-ups, Lieferanten und Unternehmen aufbauen.

Per Chat und Telefon können Bankkunden rund um die Uhr und sieben Tage die Woche Unterstützung erhalten. In einer ersten Phase wird die Buddybank über 42 Mitarbeiter verfügen. Das Personal soll nach fünf Jahren Tätigkeit auf 110 steigen. "Mit Buddybank können wir den Kunden Finanzdienstleistungen mit höchsten Sicherheitsstandards anbieten", berichtet D'Alessandro. Buddybank sei keine Low-cost-Bank. Die Kosten für ein Konto entsprechen jener einer normalen Online-Bank.

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Christian Keuschnigg

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