UniCredit-CEO Ghizzoni: "Falsche Informationen über faule Kredite"

UniCredit-CEO Ghizzoni: "Falsche Informationen über faule Kredite"

Federico Ghizzoni, Chef der Unicredit, sieht die Lage italienischer Banken nicht richtig, sogar falsch interpretiert.

Der Chef der Bank-Austria-Mutter Ghizzoni hofft auf weitere Initiativen der italienischen Regierung nach dem Beschluss über die Bad Bank.

Mailand. Der Chef der Bank-Austria-Mutter UniCredit, Federico Ghizzoni, klagt, dass die jüngsten starken Kursverluste italienischer Bankenaktien an der Börse auf Informationen über die Lage der notleidenden Krediten in Italien zurückzuführen seien, die falsch oder missverstanden worden seien.

UniCredits notleidende Kredite seien um die Hälfte niedriger als der Durchschnitt anderer Banken in Italien. Teile der notleidenden Kredite UniCredits seien im Ausland, darunter Österreich, entstanden, wo die Bank gute Aussichten habe, die Beträge zurückzubekommen.

Niemand dürfe sich erwarten, dass sich die italienischen Banken in wenigen Monaten von notleidenden Krediten in Höhe von 200 Mio. Euro trennen können. "Das kann unmöglich geschehen", meinte Ghizzoni. Er hoffe auf weitere Beschlüsse der italienischen Regierung zur Bewältigung des Problems der faulen Kredite. Die Regierung von Premier Matteo Renzi hatte sich am Dienstag mit Brüssel auf die Einrichtung einer Bad Bank geeinigt.

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