Russlands Angriff auf die Ukraine schickt die Börsen auf Talfahrt

Russlands Angriff auf die Ukraine hat die Börsen auf Talfahrt geschickt. In Wien sind besonders Aktien von Unternehmen wie RBI, UniCredit massiv unter Druck geraten. Der Ölpreis ist weiter auf über 100 Dollar gestiegen.

Russlands Angriff auf die Ukraine schickt die Börsen auf Talfahrt

Die Wiener Börse stand am Montagnachmittag (28.02.) weiterhin stark unter Druck. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 3.337,11 Punkten errechnet, das ist ein herbes Minus von 169,03 Punkten bzw. 4,82 Prozent. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 4,57 Prozent bei 1.685,00 Zählern. Vor allem die im Leitindex schwergewichteten Bankaktien mussten regelrechte Kurseinbrüche verdauen.

Europas Börse dürften am 1. März behauptet in den Handel starten. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine setzt sich fort. Erste Verhandlungen der Länder brachten keine Ergebnisse. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex DAX signalisierte in der Früh rund eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenauftakt ein kleines Minus von 0,18 Prozent auf 14.435 Punkte. Der Euro-Stoxx-50, Leitindex der Eurozone, wird unverändert erwartet.

Unter dem Eindruck der verschärften Sanktionen des Westens gegen Russland hatte der deutsche Aktienmarkt am Vortag seine Verlustserie fortgesetzt, der DAX war um bis zu rund drei Prozent gefallen. Allerdings reagierten die Anleger zuletzt äußerst besonnen, die Abgaben reduzierten sich am Ende des Tages auf weniger als ein Prozent.

Seitdem der russische Angriff auf das Nachbarland Ukraine in der vergangenen Woche den deutschen Leitindex bis auf rund 13.800 Punkte abstürzen ließ, ist das Börsenbarometer wieder über die psychologisch wichtige Marke von 14.000 Zählern geklettert. Insgesamt büßte der DAX seit der Invasion damit bis zum Montagabend etwas mehr als ein Prozent ein. Nach Einschätzung der Experten der Helaba dürfte die Schwankungsanfälligkeit an den Börsen aber weiter erhöht bleiben: "Der Nachrichtenfluss ist unkalkulierbar."

Rally bei deutschen Rüstungswerten

Die Aussicht auf milliardenschwere Bestellungen für neue Waffen hat Aktien von Rüstungsunternehmen am Montag zu starken Kurssprüngen verholfen. Angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine will Deutschland die Bundeswehr deutlich aufrüsten und einmalig 100 Milliarden Euro bereitstellen. Zudem sollen künftig jährlich mehr als 2 Prozent der Wirtschaftsleistung in Deutschland für Verteidigung ausgeben werden.

Anleger erwarten vor allem Chancen für Rheinmetall und den Rüstungselektronik-Hersteller Hensoldt. Die Aktien von Rheinmetall schnellten deutlich nach oben und notierten zeitweise bei 160 Euro und damit so hoch wie nie. Am Ende lagen sie um knapp 25 Prozent im Plus. Für die Aktien des Rüstungselektronik-Herstellers Hensoldt ging es um fast 43 Prozent nach oben.

Auch Thyssenkrupp profitierten mit etwas mehr als 11 Prozent. Zudem zogen die Papiere des Anbieters von Sicherheitssoftware Secunet um weitere 20 Prozent hoch. An der Londoner Börse legten BAE Systems um etwa zehn Prozent zu. In Paris gingen die Aktien von Thales mit einem Plus von rund zwölf Prozent aus dem Handel.

Mit Jahreszahlen etwa von Bayer, Covestro, Symrise, Beiersdorf, Zalando, Hellofresh und Scout24 gibt die Berichtssaison noch einmal richtig Gas. Der Sportartikelhersteller Adidas schloss unterdessen den Reebok-Verkauf ab und kündigte erwartungsgemäß einen zusätzlichen Aktienrückkauf im Volumen von 1,5 Milliarden Euro ab Mitte März an.

Aktienrückkäufe sind beispielsweise auch beim Gasespezialisten Linde, dem Kunststoff-Konzern Covestro und dem Plattform-Betreiber Scout24 geplant, um die Aktionäre am Unternehmenserfolg zu beteiligen. Covestro hatte den Schritt noch vor der Veröffentlichung seiner Zahlen angekündigt. Während die Bilanz der Leverkusener für 2021 durchwachsen und der Ausblick erwartungsgemäß ausgefallen sei, könnte der Aktienrückkauf im Volumen von rund einer halben Milliarde Euro den Kurs stützen, kommentierte ein Händler am Morgen. Vorbörslich zogen die Papiere auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt um fast drei Prozent an.

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