Trumps Niederlage bremst US-Börsen aus

Trumps Niederlage bremst US-Börsen aus

Die Niederlage von US-Präsident Donald Trump beim Bemühen, die unter Barack Obama durchgezogene Gesundheitsreform und die damit verbundene verpflichtende Sozialversicherung rückgängig zu machen, zieht die US-Börsen nach unten.

Die Schlappe von US-Präsident Donald Trump gleich bei seinem ersten großen Gesetzesvorhaben hat der Wall Street Verluste eingebrockt. Vor allem Finanz-Aktien gaben nach, da Sorgen zunahmen, Trump könnte auch für andere Projekte keine Mehrheiten bekommen. Der Republikaner hat unter anderem den Abbau von Vorschriften für die Finanzbranche und hohe Investitionen in die US-Infrastruktur angekündigt. Am Freitag aber scheiterte er bei einem zentralen Vorhaben - dem Umbau der Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama - an zu wenig Stimmen aus den eigenen Reihen.

Zwar stehen Trumps andere Vorhaben damit Experten zufolge nicht vor dem Aus. "Aber wir sehen, dass die hoffnungsvollen Erwartungen einer negativen Stimmung Platz machen müssen", sagt Peter Cardillo, Volkswirt bei First Standard Financial.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,8 Prozent tiefer mit 20.427 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,9 Prozent auf 2322 Zähler und der Index der Technologiebörse Nasdaq ein Prozent auf 5773 Stellen.

Dow Jones Index vom 27.3.2017. Stand: 20.431 Punkte; Zur aktuellen Wertentwicklung klicken Sie bitte auf den Chart.

Dow Jones Index vom 27.3.2017. Stand: 20.431 Punkte; Zur aktuellen Wertentwicklung klicken Sie bitte auf den Chart.

Banken-Aktien mit Abschlägen

Angesichts der Skepsis kamen Banken-Aktien durchweg unter die Räder. Bank of America, Wells Fargo, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Citigroup und JPMorgan verloren zwischen zwei und fünf Prozent.

Auch Papiere von Stahl-Konzernen sackten ab, weil Anleger sich fragten, was aus Trumps Infrastruktur-Projekten wird. AK Steel gaben 3,6 Prozent nach, US Steel 4,1 Prozent. Die Kurse der beiden hatten sich nach Trumps Wahlsieg im November in Erwartung der Vorhaben jeweils nahezu verdoppelt.

Aktien von Snap stiegen hingegen um 1,3 Prozent. Mehrere Broker-Häuser begannen am Montag nach einer Stillhalte-Frist erstmals mit einer Bewertung der Papiere des erst jüngst an die Börse gekommenen Messaging-Dienstes.


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