Trump überzieht Amazon mit Steuer-Schelte - Aktienkurs stürzt ab

Trump überzieht Amazon mit Steuer-Schelte - Aktienkurs stürzt ab

Im Technology Council im Juni 2017 war Jeff Bezos (re.) noch von Donald Trump ins Weiße Haus geladen worden - wie auch Microsoft-CEO Satya Nadella (i.Bi.Mitte). Nun ist Bezos samt Amazon auf Trumps Liste der Unverwünschten.

US-Präsident Doanld Trump poltert wieder. Dieses Mal hat er den Online-Händler Aamzon beschuldigt, die heimische Wirtschafts zu schädigen. Die Kritik ist nicht ganz uneigennützig, wird Trump doch immer wieder von der "Washington Post" kritisiert, die sich im Besitz des Amazon-Gründers und CEO Jeff Bezos befindet.

Washington. US-Präsident Donald Trump hat sich Amazon vorgeknöpft und dem US-Internetkonzern vorgeworfen, zu wenig Steuern zu zahlen und der heimischen Wirtschaft zu schaden. Schon "lange vor der Wahl" zum Präsidenten habe er seine Bedenken gegenüber Amazon geäußert, schrieb Trump am Donnerstag in einem Tweet.

Anders als andere Unternehmen zahle der Konzern "wenige oder gar keine Steuern" an den Staat und benutze das US-Postwesen als "Boten".

Amazon füge der US-Wirtschaft "riesige Verluste" zu und vertreibe tausende Händler vom Markt, schrieb Trump im Internetdienst Twitter weiter. Am Mittwoch hatte ein Bericht des Onlineportals Axios für Wirbel gesorgt, wonach sich Trump Amazon annehmen will. Reiche Freunde Trumps hätten sich an den Präsidenten gewandt und sich über den Niedergang von Einkaufszentren und Einzelhändlern geklagt.

Mit Amazon-Chef und -Gründer Jeff Bezos steht Trump seit langem auf Kriegsfuß. Wiederholt äußerte sich der Konzernchef während des Präsidentschaftswahlkampfes kritisch über den Republikaner. Bezos ist außerdem Eigentümer der "Washington Post" - einer renommierten und regierungskritischen Zeitung, der Trump allerdings immer wieder vorwirft, Falschnachrichten zu verbreiten.

Die Amazon-Aktie war nach dem Axios-Bericht am Mittwoch um mehr als vier Prozent eingesackt. Am Donnerstag ging es gleich zu Börsenging weiter mit Verlusten. Trump schickte die Amazon-Papier auf Talfahrt. Kurz nach Börsenöffnung verloren die Amazon-Papiere um fast weitere vier Prozent an Wert, konnte jedoch gegen 17:30 Uhr (MEZ den Verlust auf ein Minus von rund einem Prozent reduzieren.

Kritik an dem Onlineriesen Amazon und seiner Marktpräsenz ist nicht neu und gibt es aber immer wieder. Allerdings ist es nicht Donald Trump, der sich vehement gegen die Steuerpraktiken Amazons gerichtet hat. Noch vor seinem Wahlkampf haben mehrere europäische Regierungsschef massiv Kritik an den Steuervermeidungspraktiken des Online-Händlers geübt. Neben Amazon kamen auch immer wieder Google, Apple, Microsoft, Facebook sowie eine Vielzahl anderer global agierende Internetcompanys in die Kritik, zu geringe Steuern zu bezahlen.

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