Taus bietet Mitarbeitern ab Herbst Beteiligung

Das Beteiligungsmodell ist offen für alle 6.000 Beschäftigten in Österreich und Deutschland. Mitarbeiter können Genussscheine oder auch Nachrang-Bonds gegen Spareinlage ab 100 Euro zeichnen. *ber den Sommer sollen noch letzte Vorbereitungen dafür erfolgen.

Taus bietet Mitarbeitern ab Herbst Beteiligung

Josef Taus will seine Mitarbeiter am Unternehmen beteiligen.

Wien. Ab Herbst will der Unternehmer Josef Taus den rund 6.000 Mitarbeitern seines Firmenimperiums die Beteiligung an einer Gesellschaft seiner Gruppe ermöglichen. Über den Sommer seien noch letzte Vorkehrungen zu treffen, so Taus im Gespräch mit der APA. Er rechnet damit, dass zumindest einige hundert Beschäftigte im Ausmaß von jeweils einigen hundert oder tausend Euro davon Gebrauch machen.

Die Idee einer Mitarbeiter-Beteiligung für die eigene Belegschaft verfolgt Taus schon seit Jahren. Er wollte dafür ursprünglich eine Art staatliche Garantie, doch jetzt zieht er das Modell auch ohne eine solche durch. Konkret sollen Beschäftigte gegen Zahlung eines bestimmten Betrags Genussscheine oder auch langfristig laufende nachrangige Anleihen erhalten. Man wolle den Leuten für ihr Geld dann "vernünftige Zinsen zahlen, besser als der Markt", so der Unternehmer.

Voraussichtlich würden die Mitarbeiter ab einer Spareinlage von 100 Euro dabei sein können. Die Papiere sollen vererbbar, aber bei Geldbedarf auch wieder leicht zurück veräußerbar sein ans Unternehmen. "Das ist ein echter Anteil am produktiven Vermögen", sagte der Unternehmer kürzlich zur "Krone", ohne aber ein Timing für das Modell zu nennen. Vom Betriebsrat erhoffe man sich ein Mitziehen, zumindest habe sich bisher niemand dagegen geäußert, so Taus zur APA. Zudem seien in Bezug aufs deutsche Recht noch Fragen zu klären, denn rund die Hälfte der Taus-Mitarbeiter ist im Nachbarland tätig. "Zwei bis drei Monate werden wir noch brauchen, um das Modell ins Laufen zu bringen", vermutet der Manager.

Für die Mitarbeiterbeteiligung werde innerhalb seiner Gruppe eine eigene Firma gegründet - und zwar eine mit Sitz in Österreich, die das Modell in beiden Ländern umsetzen könne, so Taus. Leitgesellschaft seiner Gruppe ist die Oberholding MTB Beteiligungen AG. Die MTB-Gruppe verzeichnete vorvergangenes Jahr (2014/15) rund 794 Mio. Euro Umsatz; allein im Handelsbereich (Libro, Pagro, Mäc Geiz, Pfennigpfeiffer) setzte man mit damals 752 Filialen (davon 240 Libro) rund 624 Mio. Euro um. Die jüngste Bilanz für 2015/16 ist schon fertig und soll laut Taus in wenigen Wochen präsentiert werden.

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