Studie: In diesen europäischen Städten steigen die Immopreise weiter

Studie: In diesen europäischen Städten steigen die Immopreise weiter

Die Anstieg der Immobilienpreise in München zählte in den vergangenen Jahren zu den höchsten Deutschlands. Laut aktueller Studie ist aber kein Ende in Sicht.

Immobilienpreise sind gerade in großen Städten in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Eine Studie befasst sich damit warum und in welchen Metropolen die Preise auch längerfristig weiter ansteigen dürften. Die Immobilienexperten haben dazu die sechs wichtigsten Faktoren herausgefunden.

Soll man sich eine Wohnung kaufen oder mieten? Seine Immobilie noch rasch verkaufen? Nach den stark gestiegenen Immopreisen der vergangenen Jahre keine leichte Entscheidung und vor allem eine finanziell schwerwiegende. Eine aktuelle Studie bietet zumindest eine Orientierung welche Voraussetzungen Städten erfüllen müssen, damit die Wahrscheinlichkeit steigender Preise gegeben ist. In welchen Städten sich Immobilienpreise besonders gut entwickeln, hängt laut Schroders Real Estate davon ab, wie gut sich Städte entwickeln und wie schnell sie wachsen. Das liegt der Studie von Schroders Real Estate, die rund zwölf Milliarden Fondsvermögen in Immobilien verwalten, an verschiedenen Faktoren.

6 Merkmale, die für Investoren attraktive, schnell wachsende Großstädte laut der Schroders-Immostudie vereint:

1. Die Größe der Stadt ist relevant. So wird in den Hauptstädten und den größten Städten Europas ein stärkeres Wirtschaftswachstum prognostiziert als in kleineren. Damit ist auch die Zugkraft für Zuzügler entsprechend hoch.

Gute Mischung von Konzernen und kleinen Unternehmen


2. Wenige dominierende Konzerne riskant. Diese Städte verfügen über eine breitgefächerte Wirtschaft aus verschiedenen Sektoren und einer Mischung aus großen Unternehmen und Start-up-Unternehmen. Großstädte, die von einer oder zwei großen Firmen dominiert werden, laufen langfristig eher Gefahr zu verkümmern.

Städte als Saatbeet für Start-ups

3. Hohes Bildungsniveau. Solche Städte verfügen über eine bestens ausgebildete Arbeitnehmerschaft, was üblicherweise eine leistungsstarke Universität und gute Schulen voraussetzt. Gleichzeitig fungieren Universitäten oft als Saatbeet für neue Start-up-Unternehmen. Auch große Unternehmen aus den Bereichen IT, moderner Fertigungstechnologie und Biowissenschaften streben zusehends danach, mit Akademikern zusammenzuarbeiten, da die unternehmenseigene Entwicklung neuer Produkte zu komplex ist. „Analysen der Großstädte in den USA legen nahe, dass Bildung einer der relevantesten Indikator für städtischen Erfolg ist“, so Schroders Immobilienprofi Callender.

4. Politik mit Visionen. Florierende Großstädte benötigen eine Stadtregierung mit einer langfristigen Vision in den Bereichen Wohnungswesen, Transport, wirtschaftliche Entwicklung, städtische Erneuerung, Schulen und Krankenhäuser.

Je größer die Stadt, umso wahrscheinlicher anhaltendes Wachstum

In den meisten Ländern wird nach Einschätzung von Oxford Economics in den nächsten fünf Jahren in den Hauptstädten oder größten Städten Europas ein stärkeres Wirtschaftswachstum prognostiziert als in den kleineren. Schroders erwartet konkret, dass Amsterdam, Berlin, Kopenhagen, Helsinki, Madrid, München, Oslo, Rom und Stockholm den jeweiligen nationalen Durchschnitt übertreffen werden.

Wirtschaftswachstumsprognosen für die jeweiligen Großstädte und Länder: 2017-2022 in %

Ausnahmen wie Frankreich und Belgien

Doch Metropolen sind nicht automatisch ein Garant für Wachstum. Etwa in Frankreich, wo die Binnenmigration vom Norden in den Süden und Westen bewirken, dass Lyon, Nantes und Bordeaux wirtschaftlich schneller wachsen werden als Paris, und das obwohl die Bevölkerung der Hauptstadt aufgrund der Zuwanderung aus dem Ausland wahrscheinlich weiter wachsen wird. Ähnlich ergeht es auch Brüssel: Aufgrund des hohen Anteils an Personen, die in der Verwaltung der EU und der Regierung tätig sind, wird die Wirtschaft der Stadt im Laufe der nächsten fünf Jahre kaum stärker wachsen als der belgische Durchschnitt.

Gute Kombi von alten und neuen Gebäuden macht Stadt attraktiv

5. Vielfältige Angebote. Hilfreich ist auch, wenn eine Großstadt ein attraktives Lebensumfeld bietet und eine Mischung von alten und neuen Gebäuden sowie eine Vielzahl kultureller Attraktionen einschließlich Sportanlagen, Museen, Theatern und Restaurants aufweist.

Wenn es alle in die selbe Stadt zieht

6. Guter Abstand zu anderen größeren Städten. Schlussendlich kann argumentiert werden, dass Städte dann florieren, wenn kleinere Großstädte sich in einem angemessenen Abstand zu Metropolen befinden.

Wien und andere größere Städte Österreichs werden in der Studie von Schroders zwar nicht beleutet, aber tendenziell treffen gerade für Wien die meisten der genannten Faktoren zu.

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