Studentenversicherung bietet zu wenig Schutz

Studentenversicherung bietet zu wenig Schutz

Mit dem ersten Studientag und der ersten eigenen Wohnung sollte Studierende sich auch entsprechend versichern.

Die österreichischen Hochschulen bieten Studenten eine günstige Unfall- und Haftpflichtversicherung an, doch die Tücken liegen im Detail. Wer erstmals eine eigene Wohnung bezieht, sollte auch eine Haushalts- und Haftpflichtversicherung abschließen. Was diese pro Jahr im Schnitt kosten.

Österreichs Vergleichsportal durchblicker.at warnt zum Beginn des Studienjahres 2017/18 vor Versicherungslücken: Obwohl es vielen nicht bewusst ist, bietee die ÖH-Versicherung keinen Rundumschutz. Studierende wären mit dem Einzahlen des ÖH-Beitrages zwar automatisch unfall- und haftpflichtversichert, der Schutz gilt jedoch nur im Rahmen universitärer Handlungen sowie am Weg zur Uni und zurück. „Alle Freizeitaktivitäten wie Sport, Partys oder Urlaube fallen nicht darunter. Das ist insbesondere im Haftpflichtbereich relevant, wo etwa ein selbstverschuldeter Unfall, bei dem jemand anderer zu Schaden kommt, existenzbedrohliche Konsequenzen haben kann“, gibt Durchblicker-Geschäftsführer Reinhold Baudisch zu bedenken.

Eigene Haushaltsversicherung nötig

Studierende sind auch nicht automatisch in der elterlichen Haushaltsversicherung mitversichert. Je nach Versicherung der Eltern fällt der Haftpflichtschutz für das studierende Kind weg, sobald dieses in einer eigenen Wohnung lebt und/oder ein eigenes Einkommen hat. „Dieser Umstand ist den wenigsten Betroffenen bewusst. Deshalb empfehlen wir, besonders auf ausreichenden Haftpflicht-Schutz zu achten und auch in Wohngemeinschaften eine entsprechende Haushaltsversicherung oder eine reine Privathaftpflichtversicherung abzuschließen“, sagt Baudisch.

Haushalts- oder Privathaftpflichtversicherung unter 50 Euro pro Jahr,

Wer mit dem Studium eine eigene Wohnung bezieht, sollte generell über den Abschluss einer Haushaltsversicherung nachdenken. Denn in dieser sind üblicherweise sowohl der Wohnungsinhalt, als auch die privaten Haftpflichtrisiken abgedeckt und das zu moderaten Kosten. Für Wohngemeinschaften besteht zudem die Möglichkeit, dass neben dem Hauptmieter auch weitere Personen in die Haushaltsversicherung eingeschlossen werden und dadurch auch Haftpflichtschutz genießen. Alternativ dazu können Studierende aber auch eine reine Privathaftpflichtversicherung abschließen. Ein aktueller Vergleich auf durchblicker.at zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Anbietern, die günstigsten Haushalts- bzw. Privathaftpflichtversicherungen sind bereits für unter 50 Euro Jahresprämie zu haben.

Haushaltsversicherung: Bis zu 70 Prozent Unterschied bei der Höhe der Prämien

Für eine Haushaltsversicherung für eine Person und eine 50 Quadratmeter große Wohnung in Wien fallen zum Beispiel je nach Anbieter Prämien zwischen 45 und 149 Euro im Jahr an. Durch den Vergleich der Angebote lassen sich also in diesem Beispiel rund 70 Prozent der Prämie sparen. Auch bei privaten Haftpflichtangeboten liegen die Unterschiede zwischen den Anbietern in dieser Größenordnung: Bei einer Versicherungssumme in Höhe von 1,5 Millionen Euro und weltweiter Deckung liegen zwischen 43 und 144 Euro im Jahr. Baudisch: „In beiden Fällen sind die Preisunterschiede enorm, ein Vergleich zahlt sich gerade fürs studentische Geldbörserl aus.“

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