Steuervermeidung: Milliardär Soros verfrachtet Vermögen in Stiftung

Steuervermeidung: Milliardär Soros verfrachtet Vermögen in Stiftung

Der Milliardär George Soros hat einen Großteil seines Vermögens seiner Stiftung für Demokratie, Menschenrechte und Pressefreiheit überlassen: 18 Milliarden Dollar wurden in die "Open Society Foundation" (OSF) transferiert.

Der Milliardär George Soros räumt seine Konten und Kassen leer und transferiert sein Vermögen in seine Stiftung "Open Society Foundation" (OSF). 18 Milliarden Dollar wurden einer Soros-Sprecherin zufolge in die Stiftung verfrachtet. "Diese Summe ist Ausdruck eines laufenden Prozesses der Übertragung von Kapital", erklärte die Sprecherin. Soros wolle "den Großteil seines Vermögens" der Stiftung übergeben.

Die gute Seite: Die Spende macht aus der "Open Society Foundation" die zweitreichste Nichtregierungsorganisation der USA, nach der Stiftung von Bill und Melinda Gates, die über 40 Milliarden Dollar für Entwicklungshilfe und zur Unterstützung globaler Gesundheitsprogramme verfügen soll. Soros' OSF besteht aus einem Netz aus 39 Organisationen. Der Milliardär, dessen Vermögen auf 23 Milliarden Dollar geschätzt wird, ist selbst Stiftungspräsident, zwei seiner Söhne sitzen im Verwaltungsrat.

Motiv: Steuervermeidung

Jedoch: Anders als bei Bill und Melinda Gates dürfte im Falle Soros nicht Altruismus, sondern Steuervermeidung der wahre Hintergrund seiner Stiftung sein. Einem Bericht der Wirtschaftsagentur Bloomberg zufolge stehen nämlich bei US-Hedgefonds-Managern bis Jahresende Steuernachzahlungen an. Fondsmanager haben demzufolge noch bis Jahresende Zeit, ihr Geld zurück in die USA zu bringen und Steuern für Provisionseinnahmen zu zahlen, die sie von Investoren in Offshore-Fonds erhalten haben.

Viele Hedgefondsmanager nutzen daher jetzt die Gelegenheit, um wohltätige Organisationen unterstützen - inklusive ihrer eigenen Stiftungen, um die auf sie zukommende Steuerlast zu reduzieren. US-Steuerexperten schätzen, dass die Hedgefondsmanager insgesamt mindestens 100 Milliarden Dollar offshore liegen haben. Vermögensverwalter wie Soros würden einer Einkommensteuer von 39,6 Prozent unterliegen, plus weiteren staatlichen und kommunalen Abgaben.

Bis 2011 erbrachte Soros' Quantum Fonds im Durchschnitt jährliche Erträge von 20 Prozent. Danach zahlte er die Investoren aus und baute seine Firma in ein Family-Office um, dass ausschließlich für ihn, seine Familienmitglieder und die Open Society Foundation investiert.

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