Soravia-Gruppe begibt Anleihen für Privatanleger

Soravia-Gruppe begibt Anleihen für Privatanleger

Die Wiener Sofiensäle, einer der Prestige-Projekte der zur Soravia-Gruppe zählenden ifa AG.

Die Soravia-Tochter ifa AG bietet erstmals Kleinanlegern die Möglichkeit in Anleihen des Unternehmens zu investieren. Die Verzinsung für eine vier Jahre laufende Anleihe beträgt vier Prozent pro Jahr, das Mindestinvestment 5.000 Euro. Zwei weitere Anleihen mit einer Laufzeit von 2,5 Jahren sind etwas riskanter und damit noch höher verzinst.

Bisher hatten Privatanleger nicht die Möglichkeit beim Bau und der Renovierung prestigeträchtiger Objekte der Soravia Gruppe wie den Wiener Sofiensälen, dem Motel One bei der Staatsoper, dem Schloss Neusiedl oder dem Palais Faber in Salzburg, zu partizipieren. Doch nun können erstmals auch Kleinanleger, in Projekte der ifa AG von Erwin Soravia ihr Geld veranlagen. Errichtet oder renoviert werden diese mittels sogenannter Bauherrenmodelle.

Vier Prozent Zinsen pro Jahr

Das Investment erfolgt über das Online-Portal ifainvest.at in aktuell drei hauseigene ifa-Unternehmensanleihen der Soravia Gruppe. Über die längste Laufzeit verfügt die ifa AG Unternehmensanleihe (ISIN AT0000A23GC0). Die Anleihe, die Ende 2022 getilgt wird, wird jährlich mit vier Prozent verzinst. Die Zinszahlung erfolgt halbjährlich im Nachhinein. Ifa-Vorstand Christian Petter peilt ein Anleihenvolumen von zehn Millionen Euro an. Im Gegensatz zu vielen Unternehmensanleihen mit attraktiver Verzinsung, ist die ifa-Anleihe, nicht nachrangig. Das bedeutet, im Fall eines Konkurses des Unternehmens, werden die Investoren zumindest nicht nachrangig behandelt, also nicht erst nachdem sämtlichen andere Gläubiger bedient werden. Die Rückzahlung der Anleihe erfolgt termingerecht Ende 2022 sofern nicht zuvor vorzeitig gekündigt, zurückgezahlt, oder angekauft und entwertet wurde. Die Zeichnungsfrist endet voraussichtlich am 15. März 2019. Ist die Anleihe platziert, ist kein Einstieg mehr möglich. Nähere Informationen über die Anleihe erhalten Sie im Anlageprospekt.

„Der Anlagehorizont ist bei Immobilieninvestment meist langfristig. Wir sehen jetzt den richtigen Zeitpunkt, um privaten Anlegern auch Investments mit kürzeren Laufzeiten zu ermöglichen“, erklärt ifa-Vorstand Petter. Das Unternehmen ist seit über 40 Jahren am Markt tätig. Seither hat die ifa rund 450 Bauherrenmodelle mit einem Investitionsvolumen von 2,2 Milliarden Euro am Markt platziert und ist in diesem Segment in Österreich Marktführer. Die meisten der Projekte befinden sich in Wien. Die ifa AG ist außer in Vorarlberg überall in Österreich tätig .

Investment ermöglicht es die Steuerlast zu senken

Die Anleihe erfüllt laut Expertise der BDO Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft die Bestimmungen des § 10 Einkommensteuergesetz und berechtigt damit den Gewinnfreibetrag geltend zu machen. Das können Selbstständige wie Unternehmens- und Steuerberater, Ärzte oder Rechtsanwälte sowie Personen mit Einkünften aus Gewerbebetrieben. Wer den Gewinnfreibetrag geltend macht, kann so die Steuerlast senken. Darüber hinaus kann die Anleihe im Sinne des § 14 ESTG zur Wertpapierdeckung im Rahmen der Pensionsrückstellung herangezogen werden.

Bis zu 5,5 Prozent für 30 Monate Veranlagung

Den Anlegern werden noch zwei weitere Anleihen der ifa angeboten. Beide bieten eine höhere Verzinsung, sind jedoch nachrangig, sind dafür aber höherer verzinst. Die Anleihe für das Wohnprojekt Schloss Freihof (ISIN: AT0000A23SZ6) bietet eine Verzinsung von 4,75 Prozent mit einer Laufzeit von 30 Monaten. Das Mindestinvestment beträgt 5.000 Euro. Eine weitere Anleihen für die Finanzierung des Projekts Schloss Freihof wird mit mit 5,50 Prozent begeben. Die Laufzeit beträgt ebenfalls 30 Monate.

Solide Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote der ifa AG betrug im Vorjahr 27 Prozent und liegt bei 13,9 Millionen Euro. Das Unternehmen erzielte im Vorjahr einen Umsatz von 76 Millionen Euro und verfügt über liquide Mittel in Höhe von 15 Millionen Euro. Der Nettoverschuldungsgrad, eine Kennzahl die über die Stabilität des Unternehmens Aufschluss gibt, liegt bei 1,3. Es misst die Fähigkeit des Unternehmens, wie lange es benötigt, die Nettoverschuldung mit dem EBITDA zu tilgen, wenn Nettofinanzverbindlichkeiten und EBITDA konstant bleiben. Werte um die 1 werden als gut beziehungsweise gesund angesehen. Zum Vergleich: Vier gilt ein Unternehmen als riskant.

Investiert wird ausschließlich digital

Bei ifainvest.at erfolgt das Investment der Anleger vollständig digital. Von der Auswahl des Anlageprodukts durch die Anleger über deren Registrierung bis hin zur Zeichnung und Verwaltung des gewählten Anlageprodukts erfolgen alle Schritte online.

Verlustrisiko nicht auszuschließen

Anleger sollten sich, trotz des guten Namens der Soravia-Gruppe, bewusst sein, dass unter Umständen nicht ausreichend Mittel zur Verfügung stehen können, um die Zinszahlungen der Anleihe zu leisten oder am Ende der eingesetzte Betrag nicht zurückgezahlt werden kann. Wer während der Laufzeit sein eingesetztes Geld wieder haben will, muss mit Abschlägen rechnen.

Die ifa AG gehört der Soravia Gruppe an. Die Aktien der Ifa AG werden von der SIFA Beteiligungs GmbH (zu 99,5 %) und der Erwin Soravia Privatstiftung (zu 0,5 %) gehalten. Die SIFA Beteiligungs GmbH steht im alleinigen Eigentum der Soravia Equity GmbH, welche wiederum im alleinigen Eigentum der Soravia Investment Holding GmbH steht. Der Emittent steht unter der indirekten Kontrolle der Hanno Soravia Privatstiftung und der Erwin Soravia Privatstiftung.

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