So können Kryptowährungen das Risiko im Depot senken

Eine Studie fand heraus, dass eine Beimischung von Kryptoassets in Investmentdepots das Risiko reduzieren und die Rendite steigern kann.

So können Kryptowährungen das Risiko im Depot senken

Investments in Kryptoassets sind zwar riskant, können aber bei einer Beimischung ins Depot die Rendite steigern und Kursschwankungen eindämmen.

Die Beimischung von Kryptowährungen in Anlegerdepots hat sich in den vergangenen Jahren trotz heftiger Kursschwankungen bei Kryptowägrungen bezahlt gemacht. Das ergab eine vom Frankfurter Krypto-Asset-Manager Iconic Funds und der Cryptology Asset Group beim Frankfurt School Blockchain Center in Auftrag gegebene empirische Studie. Sie zeigt, dass die Rendite im Verhältnis zum Risiko, die sogenannte Sharpe-Ratio, bereits bei einer geringen Beimischung des digitalen Assets in den Depots steigt.


Sharpe-Ratio

Die nach William F. Sharpe benannte Kennzahl beziffert die Überrendite gegenüber dem risikofreien Zinssatz im Verhältnis zur Volatilität als Maß für das Risiko. Kurz: Je höher die Sharpe-Ratio, umso weniger Risiko wird vom Fondsmanagement für den erzielten Ertrag eingegangen. Will ein Anleger einen Fonds auswählen, der für die erzielte Rendite ein vergleichsweise geringes Risiko eingeht, sollte sich an der Bewertungskennziffer orientieren.


In der Studie wurden die Folgen einer Beimischung von Kryptowährungen in den folgenden sechs verschiedene Portfoliostrukturen untersucht:

  • traditionelles Aktien-/ Anleihenportfolio (mit einer Gewichtung von 50/50)
  • traditionelles Aktien-/ Anleihenportfolio (mit einer Gewichtung von 80/20)
  • ausgewogenes Portfolio (Aktien/ Anleihen/ Immobilien/ Gold/ Rohstoffe)
  • Stiftungsmodellportfolio
  • Family-Office-Portfolio / Portfolio einer vermögenden Privatperson
  • Pensionsfondsportfolio

Auswirkungen von Kryptoassets auf Depot vor der Pandemie:

Schon 2020 hat Iconic Funds eine empirische Studie in Auftrag gegeben, die untersuchte, wie sich eine geringe Allokation von Krypto-Assets auf die risikobereinigte Rendite verschiedener Portfoliotypen auswirkt. Die damalige Studie kam zu dem Ergebnis, dass alle Portfoliotypen bereits von einer nur einprozentigen Allokation in Krypto-Assets stark profitierten.

Damals zeigte sich, dass in allen sechs betrachteten Fällen ein kontinuierlicher Anstieg der Sharpe-Ratio beobachtet wurde. Die Kennziffer legte damals bei allen sechs untersuchten Portfolios am stärksten zu, wenn Krypto-Assets zwischen einem und drei Prozent beigemischt wurden. Das zeigt, dass schon ein relativ kleiner Anteil an Kryptowährungen die Performance eines Portfolios erheblich verbessern kann.

Am Beispiel eines traditionellen Portfolios mit einem Aktienanteil von 80 Prozent und einem Anleihenanteil von 20 Prozent zeigte sich, dass die Sharpe-Ratio von 6,3 - ohne Kryptowährungen - auf 6,8 stieg, wenn der Anteil der Digitalwährungen auch nur ein Prozent betrug. So liegen die Renditen der Portfolios mit Kryptowährungen deutlich über dem Referenzindex, in einigen Fällen um mehr als das Doppelte.


Untersuchung nach der Pandemie

3-prozentiger Kryptoanteil am wirksamsten
Jetzt standen diese Erkenntnisse vor dem Hintergrund der Corona-Krise und der Korrektur an den Krypto-Märkten auf dem Prüfstand. 2021 wurde erneut untersucht, wie sich die Sharpe-Ratio entwickelt, wenn zu sechs ausgewählten Portfoliotypen ein 1-prozentiger 3- und 5-prozentiger Anteil an Digitalwährung hinzugefügt wird.

Relativ gesehen stieg die Sharpe-Ratio für alle Portfolios am stärksten, wenn man von einer 1-prozentigen Krypto-Allokation zu einer 3-prozentigen Krypto-Allokation überging. Dies zeigt, dass schon ein vergleichsweise kleiner Anteil an Kryptowährungen die Performance eines Portfolios erheblich verbessern kann.

Die Studienergebnisse im Detail finden Sie hier zum Download.

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