Schwaches Neukunden-Geschäft gibt Netflix-Aktie einen Dämpfer

Konkurrenz belebt das Geschäft und schadet erstmals Netflix. Die Netflix-Aktie schmiert wegen schwacher Neukunden-Zahlen ab.

Schwaches Neukunden-Geschäft gibt Netflix-Aktie einen Dämpfer

Nach enttäuschenden Quartalszahlen ist die Netflix-Aktie [ISIN US64110L1061] am Donnerstag eingebrochen. Das Papier verlor im frühen US-Handel 11,26 Prozent und sackte auf den tiefsten Stand seit Jänner. Damit büßte der Online-Videodienst rund 15 Milliarden US-Dollar an Marktwert ein.

Netflix hatte im zweiten Quartal deutlich weniger Neukunden hinzugewonnen, als selbst erwartet. So zählte Netflix weltweit 2,7 statt 5,0 Millionen neuer Bezahlabos. In den USA war die Abonnentenzahl sogar rückläufig gewesen.

Analyst Doug Anmuth von der US-Bank JPMorgan gab allerdings zu bedenken, dass die Resultate im zweiten Quartal oft besonders volatil seien. Außerdem sei das erste Quartal stark gewesen, während sich nun auch die Preiserhöhungen bei Netflix auswirkten. Der Streaminganbieter hatte kürzlich die Gebühren in seinem Abo-Modell erhöht.

Netflix muss sich künftig auf härtere Konkurrenz einstellen und wird die Lizenzen für zahlreiche Fremdproduktionen verlieren. Denn Konkurrenten wie Disney und Apple heben bald eigene Videostreaming-Angebote aus der Taufe. Dennoch zweifelt Analyst Heath Terry von der US-Investmentbank Goldman Sachs nicht an der Qualität des Angebots von Netflix, da das Unternehmen enorm in eigene Inhalte investiere.

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