Kryptowährung-Experte: Bitcoin und Co bleiben riskant

Kryptowährung-Experte: Bitcoin und Co bleiben riskant

On sich Kryptowährungen durchsetzen ist fraglich. Bitcoin & Co werden im Fall des Falles eher nicht darunter sein. Die Blockchain-Technologie verspricht dagegen größeres Potenzial.

Das Risiko von Bitcoin und Co dürfe weiterhin nicht unterschätzt werden, warnt Raiffeisen-Analyst und Kryptowährung-Experte, Valentin Hofstätter. Seit einigen Tagen pendelt der Wert der bekanntesten Kryptowährung, dem Bitcoin, bei rund 10.000 Dollar und liegt damit nach dem Kursrutsch im Jänner rund 50 Prozent unter dem Allzeit-Hoch von kurz vor Weihnachten.

Trotz des starken Kursverfalls Anfang dieses Jahres scheinen digitale Währungen wie Bitcoin jedoch wenig an Attraktivität verloren zu haben. Der Hype um Kryptowährungen lasse sich so Hofstätter durchaus mit jenem des Internetbooms in den 1990ern vergleichen, der bereits damals eine breite Anwendung und unbeschränkte Partizipationsmöglichkeiten versprach. Der Unterschied zu heute sei jedoch, dass der derzeitige Hype um Kryptowährungen um einiges gefährlicher sei.

Eine sichere Prognose, ob sich die heute gängigen Kryptowährungen tatsächlich durchsetzen hält Hofstätter genauso wenig für möglich wie eine Antwort auf die Frage, ob man von solchen alternativen Währungen tatsächlich nachhaltig profitieren könne.

Große Zukunft für Blockchain-Technologie

Hingegen hält der Kryptowährungsexperte die Technologie, die den Cyber-Coins zugrunde liegt - die sogenannte Blockchain Technologie - für äußerst interessant: "Das Potenzial von Blockchains geht weit über die Anwendung von Kryptowährungen hinaus und kommt dabei völlig ohne diese aus", hzält er fest. Mit einer mittelfristigen Anwendung einer solchen Technologie, beispielsweise bei der Abwicklung von Transaktionen zwischen Banken, könne man durchaus rechnen, da bereits viele Banken und Finanzdienstleister hohe Summen in Blockchain investieren.

Trotzdem dürfe man Blockchain nicht mit Kryptowährungen verwechseln, betonte er. Inzwischen existieren weit mehr als 1.000 verschiedene Kryptowährungen, ob und welche sich in Zukunft als alternatives Zahlungsmittel tatsächlich durchsetzen werden, werde noch längere Zeit völlig offen bleiben. Hofstätter äußerte dabei Zweifel, dass dies auf eine der derzeit bekanntesten, nämlich Bitcoin, zutreffen werde. Und er warnte: "Sollte sich künftig eine andere Kryptowährung in der Praxis durchsetzen, wird der Kurs von Bitcoin dauerhaft gegen Null gehen und das Totalverlust-Risiko auf ein beträchtliches Ausmaß ansteigen." Daneben litten noch viele der aktuell gehandelten digitalen Währungen an "Kinderkrankheiten", was Investitionen in diese noch riskanter mache.

Grundsätzlich glaubt Hofstätter nicht, dass sich alternative bzw. private Währungen gegen staatliche durchsetzen werden, allein schon aus dem Grund, dass Notenbanken künftig durchaus selbst digitale Währungen anbieten könnten. Realistischer sind für Hofstätter vielmehr Weiterentwicklungen im Bereich alternativer Zahlungsmittel selbst.

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