Oh, Du mein Klösterreich - Geld mit Gott

Oh, Du mein Klösterreich - Geld mit Gott

Wahrer Reichtum. Stift Klosterneuburg ist aufgrund seines Immobilienbesitzes die reichste Ordensgemeinschaft des Landes.

Welches Vermögen die Diözesen, Stifte und Klöster besitzen und wie sie es verwalten.

Die Diözesen der österreichischen Kirche konnten 2016 Einnahmen in der Höhe von 604 Millionen Euro verbuchen. Rund 75 Prozent davon stammen aus den Kirchenbeiträgen. Die Aufwendungen beliefen sich auf 602 Millionen Euro, der Großteil davon, 395 Millionen Euro, ging an die Pfarren für pastorale Aufgaben. Doch die Kirche veranlagte gut, durch das Finanzergebnis beträgt das EGT 19 Millionen Euro.

Würde die Finanzgebarung aller Diözesen aber -beispielsweise nach den Vorgaben einer ethischen Veranlagung -gebündelt werden, könnte ein deutlich größeres Veranlagungsvolumen entstehen. Und damit auch höhere Erlöse aus der Finanzgebarung erzielt werden. Doch die 604 Millionen der Diözesen sind nur ein bescheidener Teil des kirchlichen Vermögens in Österreich.

REICHE KLÖSTER. Das Stift Klosterneuburg gilt als wohlhabendste kirchliche Institution des Landes. Im Rechenschaftsbericht des Stifts wird der Umsatz mit 30 Millionen Euro ausgewiesen. Doch das sagt wenig über das gesamte Vermögen aus: Dem Stift gehören rund 70 Gründerzeithäuser in Wien und Umgebung.

Darüber hinaus verfügt es über rund 4.000 Pachtverträge für Liegenschaften in Wien und Umgebung. Und Propst Bernhard Backovsky ist an der Ausweitung der weltlichen Besitztümer sehr interessiert. Vor zwei Jahren hat das Stift um neun Millionen Euro eine ehemalige Pionier- Kaserne an einem Seitenarm der Donau erworben. Ein weiteres respektables Objekt im Besitz des Chorherrenstiftes, in dem nun Luxuswohnungen vermietet werden.

Etwa in derselben Liga wie Klosterneuburg spielt das Stift Admont. Es sticht durch seinen mächtigen Forstbesitz in der Größe von 17.000 Hektar Wald hervor. Auf der Homepage des Stiftes werden Besucher auch sogleich mit dem Slogan "Vom Umgang mit Reichtum" empfangen, wenngleich dies Abt Gerhard Hafner als klösterliches Augenzwinkern auf dem im Ennstal weit verbreiteten Satz "Admont ist reich" verstehen will.

Stift Admont verfügt über den größten Forstbesitz.

Dem Stift gehören jedenfalls mehrere Unternehmen wie die Admonter Holzindustrie AG, das Solarenergieunternehmen Envesta Gmbh, die Stia Immobilien GmbH, das Weingut Devri Pax, das über 68 Hektar Anbaufläche verfügt, und eine Landwirtschaft, die über 185 Hektar Grünland und 60 Hektar Almfläche verfügt.

Aber Ordensgemeinschaften sind innerhalb der Kirche wirtschaftlich eigenständige Einheiten, und inwieweit sie sich den ethischen Anlagerichtlinien der Österreichischen Bischofskonferenz unterwerfen wollen, weiß nur der Himmel.

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