Österreichische ams hält Osram-Aktien für mehr als 120 Millioen Euro

Der steirische Chiphersteller ams hat bisher 5,52 Prozent der Osram-Aktien gekauft, tags zuvor waren es noch 3,5 Prozent. Große Anleger lassen sich noch etwas Zeit, ams ihre Osram-Aktien zu verkaufen.

Österreichische ams hält Osram-Aktien für mehr als 120 Millioen Euro

Graz/München. Eine Woche vor dem Ende der Annahmefrist für die Übernahme von Osram kommt die österreichische ams vor allem dank eigener Aktienkäufe doch noch voran. Der österreichische Chiphersteller ams [ISIN AT0000A18XM4] hält bereits Osram-Aktien ISIN DE000LED4000] im Wert von rund 130 Millionen Euro. Wie aus mehreren Pflichtveröffentlichungen hervorgeht, hat das Unternehmen aus dem steirischen Premstätten seit Ende August am Aktienmarkt fast 3,5 Prozent an Osram zusammengekauft und dafür zuletzt Preise bis zu 37,85 Euro gezahlt. n der jüngsten Pflichtmitteilung hat ams erklärt bereits Zugriff auf 5,52 Prozent der Osram-Aktien zu haben.

Nur 1,75 Prozent der Aktien hat ams von Anteilseignern des Münchner Lichtkonzerns für 38,50 Euro angedient bekommen, den Rest hat sich der Bieter am Markt für rund 130 Millionen Euro selbst zusammengekauft. Die Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle, die nur 35 Euro für Osram bieten, haben bis Ende der vergangenen Woche 1,68 Prozent angedient bekommen.

Die Aktien, die die Anteilseigner des Münchner Lichtkonzerns den Österreichern im Zuge des Übernahmeangebots angedient haben, sind darin nicht eingerechnet. Die meisten großen Investoren entscheiden erst in den letzten Tagen der Bieterfrist, ob sie ihre Aktien andienen.

Der größte Osram-Aktionär Allianz Global Investors hat Insidern zufolge bereits signalisiert, sein Paket von mehr als neun Prozent ams anzudienen, wenn es keine höhere Offerte gebe. ams peilt 62,5 Prozent an, Bain und Carlyle haben die Schwelle sogar auf 70 Prozent gesetzt. Bain und der Finanzinvestor Advent loten Finanzkreisen zufolge derzeit aus, ob sie der ams-Offerte noch etwas entgegensetzen können. Carlyle ist zu einer Erhöhung nicht bereit. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg erwägt Bain, sich mit der Beteiligungsfirma Advent zu verbünden, um Chancen auf ein höheres Konkurrenzangebot auszuloten.

Die Annahmefrist für die Offerte von ams über 38,50 Euro je Aktie läuft ebenso wie die konkurrierende der Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle über 35,00 Euro bis zum 1. Oktober. Unterhalb des eigenen Angebotspreises steht einem Kauf von Aktien über die Börse während der Frist rechtlich nichts im Wege.

Die Aktie von Osram [ISIN DE000LED4000] notierte am Dienstag mit 38,12 Euro mit 0,42 Prozent im Plus [MEZ 11:45 Uhr].

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