Österreicher wollen selbst über Pensionsantritt entscheiden

Österreicher wollen selbst über Pensionsantritt entscheiden

Vielen bereitet der Zeitpunkt des Pensionsantritts große Gedanken.

Laut einer österreichweiten Umfrage haben die meisten eine genaue Vorstellung davon, wann sie in Pension gehen möchte und auch davon, dass sie sich diesen Zeitpunkt nicht vorschreiben lassen wollen. Die eigene finanzielle Lage wurde übrigens schon einmal besser eingeschätzt als 2017.

Wenn alle Österreicher zu ihrem Wunschzeitpunkt in Pension gingen, würden sie im Durchschnitt mit 58 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Das gesetzlich festgelegte Pensionsalter ist unpopulär: Zwei Drittel aller Österreicher würden gerne selbst entscheiden, wann sie in Ruhestand gehen. Das ergab die Studie „Liquidität 50Plus“ der TeamBank. Die gesetzlich fixierte Altersgrenze für Männer (65) und Frauen (60) führen zu unterschiedlichen Haltungen: Die meisten Männer würden ihre Lebensarbeitszeit gern verkürzen, die Mehrheit der Frauen jedoch gern einige Jahre länger arbeiten. Ebenfalls ein Ergebnis der Studie, zu der 1.001 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren befragt wurden. Die Befragten wurden nach Region, Alter und Geschlecht gewichtet.

Drei Viertel der Befragten würden gerne mit 60 Jahren in Pension gehen

Der Durchschnitt der Befragten will mit 58 Jahren in Pension gehen. Allerdings, so die Studienautoren, ist dieser Wert durch eine relativ kleine Gruppe der Befragten verzerrt, die sehr geringe Werte angeben: Zehn Prozent der Männer und acht Prozent der Frauen würde gerne vor ihrem fünfzigsten Geburtstag mit der Arbeit aufhören. Die große Mehrheit der Befragten, das sind drei Viertel der Männer und zwei Drittel der Frauen, würden gerne bis zum Alter von 60 oder länger arbeiten. Das am häufigsten genannte Wunschalter liegt geschlechtsunabhängig zwischen 60 und 63 Jahren. 37 Prozent der Männer und 44 Prozent der Frauen sprechen sich dafür aus. Für Männer entspräche das einer moderaten Verkürzung der Lebensarbeitszeit, für Frauen einer Verlängerung.

Gesetzliche Altersgrenze abschaffen?

Noch lieber würden die Befragten ihr Pensionsalter selbst bestimmen könnten. 64 Prozent aller Befragten sprechen sich dafür aus, die gesetzliche Altersgrenze abzuschaffen und es zu ermöglichen, zu einem selbst gewählten Zeitpunkt mit den bis dahin erworbenen Pensionsansprüchen aus dem Arbeitsleben auszuscheiden. „Egal, welches Pensionsalter dem jeweiligen Menschen vorschwebt: Den Österreichern ist Selbstbestimmung wichtig. Sie wollen dann den Ruhestand beginnen, wenn es zu ihren Lebensumständen passt, und sich das Erwerbsende nicht gesetzlich diktieren lassen“, sagt Alexander Boldyreff, Vorstand der TeamBank.

Einen Exodus aus den Betrieben müsste man dabei nicht fürchten: Den neun Prozent der Gesamtbevölkerung, die sich gerne vor ihrem fünfzigsten Geburtstag pensionieren ließe, stehen neun Prozent gegenüber, die gerne in ihrem Job bleiben würden, solange dies gesundheitlich irgendwie möglich ist.

Österreicher schätzen eigene Finanzlage 2017 schlechter ein als im Vorjahr

Die TeamBank erstellt auch einen sogenannten Liquiditätsbarometer. Dieser soll Auskunft darüber geben, wie die Österreicher ihre derzeitige finanzielle Situation einschätzen als ihre künftige finanzielle Lage. Der Indexwert des Liquiditätsbarometers startete im Juni 2016 mit 34,18 Punkten, 30,25 Punkten bei der Generation 50Plus. 2017 fiel der Index auf 30,25 beziehungsweise 22,45 Punkte: immer noch eine positive Selbsteinschätzung der Liquidität, aber deutlich gedämpfter als im Vorjahr, insbesondere bei den Pensionisten.

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