Ölpreise über 31 Dollar - Keine Trendwende in Sicht

Ölpreise über 31 Dollar - Keine Trendwende in Sicht

Der Preis für Nordseesorte Brent erhöhte sich um 1,77 Dollar auf 31,06 Dollar. WTI Crude-Öl kostet mit 31,06 Dollar und um 1,53 Dollar mehr nachdem die US-Reserven der Vorwoche bekanntgegeben wurden. Die Ölbranche baut Kapazitäten ab.

Singapur Die Talfahrt bei den Ölpreisen ist derzeit gestoppt. von Entwarnung kann nicht die Rede sein, auch wenn das Fass Öl zur Mittagszeit sogar weit über 31 Dollar notiert wurde. Danach Schlug das Pendel wieder leicht nach unten um gegen 14 Uhr wieder die Marke von 31 Dollar zu überschreiten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 31,02 US-Dollar und damit um 1,77 Dollar oder 6,05 Prozent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI stieg um 1,53 Dollar und somit 5,18 Prozent auf 31,06 Dollar.

Eine Trendwende ist jedoch nicht in Sicht trotz der Zuwächse. Experten sehen trotz des jüngsten Preisanstiegs eine Trendwende am seit Wochen stark gebeutelten Ölmarkt.

Die Preise haben bereits am Donnerstagnachmittag ins Plus gedreht, nachdem Zahlen zu den US-Reserven an Rohöl in der vergangenen Woche veröffentlicht worden waren. Die Bestände haben zwar um 3,98 Mio. auf 486,5 Mio. Barrel (je 159 Liter) zugelegt, wie das Energieministerium in Washington mitteilte. Allerdings war der Anstieg offenbar schwächer als von manch einem Marktteilnehmer erwartet. Auch liegen die Preise im längerfristigen Vergleich weiterhin auf sehr niedrigem Niveau.

Am Mittwoch hatten die beiden wichtigsten Ölsorten Brent und WTI noch neue Tiefstände seit dem Jahr 2003 erreicht. Als Hauptgrund für den allgemeinen Preissturz sehen Experten das starke Überangebot an Öl.

Die Rohstoffbranche kappt wegen der Entwicklung bereits Kapazitäten. Der weltgrößte Technik-Dienstleister der Ölbranche - der US-Konzern Schlumberger - baute als Reaktion auf den niedrigen Preis weitere 10.000 Stellen ab. Insgesamt hat Schlumberger seit dem Beginn des Preisverfalls schon 30.000 Jobs gestrichen. Allein im letzten Quartal 2015 sei ein Nettoverlust von 1,016 Mrd. Dollar aufgelaufen, teilte der Konzern am Donnerstag in Houston (Texas) mit.

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