Ölpreis dreht wieder unter 32 Dollar - Goldpreis legt zu

Die Ölpreise haben am Montagnachmittag weiterhin klar im Minus tendiert, nachdem sie sich zuletzt über 32 Dollar hochgetankt hatten. Der Goldpreis hingegen ist im Plus.

Ölpreis dreht wieder unter 32 Dollar - Goldpreis legt zu

Wien. Der Brent-Ölpreis bleibt auch Montagvormittag im Minus und tendiert klar unter der Marke von 32 Dollar je Fass. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 31,44 Dollar und damit um 2,48 Prozent weniger als am Freitag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 31,36 Dollar gehandelt.

Die Meldung, dass der Irak seine Ölförderung auf ein neues Rekordhoch erhöht hatte, ließ die Ölpreise zum Wochenauftakt wieder schwächeln. Dabei hatte es zum Ende der vergangenen Woche teils bis zu 10-prozentige Tagesgewinne gegeben und die Ölpreise deutlich über 30 Dollar je Fass gehievt. Doch die Mitglieder des Ölkartells OPEC scheinen weiterhin nicht gewillt, ihre Strategie des Preisdumpings beenden zu wollen.

So zitiert das Finanznachrichtenportal CNBC den OPEC-Gouverneur Indonesiens, der innerhalb des Kartells keine ausreichende Unterstützung für eine Anhebung der Ölpreise sieht. Es gebe lediglich ein OPEC-Mitgliedsland, dass momentan diesbezüglich eine Notfall-Konferenz einberaumen wolle, wird er weiter zitiert. Dabei dürfte es sich wohl um das zuletzt sehr finanzklamme Venezuela handeln. Derzeit berät das Ölkartell noch über die Anfrage aus Südamerika, es wurde aber noch nicht über ein Sondertreffen entschieden. Das nächste reguläre Treffen steht nicht vor Juni an. Katar hält derzeit den Opec-Vorsitz.

Der Preis für OPEC-Öl ist am Freitag auf 25,50 Dollar pro Barrel gestiegen. Am Donnerstag hatte das Barrel nach Angaben des OPEC-Sekretariats in Wien noch 22,89 Dollar gekostet. Der OPEC-Preis setzt sich aus einem Korb von zwölf Sorten zusammen.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.103,70 Dollar und damit höher gegenüber dem Freitagnachmittags-Fixing von 1.096,25 Dollar. Laut den Commerzbank-Analysten profitiert das Edelmetall weiterhin von der zuletzt seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) geschürten Erwartung, dass die Geldpolitik in Europa noch weiter gelockert werde.

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