Börse-Ausblick: Ölpreis, China und USA bestimmen die Trends

Börse-Ausblick: Ölpreis, China und USA bestimmen die Trends

Kommende Woche richtet sich der Fokus des Marktes wieder auf die US-Notenbank Fed.

Auch kommende Woche sorgen China und der Ölpreis für Bewegung an den Börsen. Außerdem steht die US-Notenbank Fed wieder im Fokus. Quartalszahlen gibt es von Apple, dessen Zahlen aus dem Weihnachtsquartal mit großem Interesse erwartet werden. Und auch die US-Schwergewichte Boeing und Johnson & Johnson legen ihre Zahlen. Und auch die im Umbruch befindliche Schnellrestaurant-Kette McDonald's macht heute den Auftakt.

Die neue Handelswoche dürfte der vorangegangenen an Spannung und Hektik in nichts nachstehen. Der Fokus der Anleger wird sich Händlern zufolge auf die Geldpolitik der US-Notenbank Fed und erneut auf die heftigen Kursschwankungen am Ölmarkt richten. Am Montag hatte die Ölpreise kurzfristig um fast ein Prozent zulegen können. Und zur Entspannung an den Börsen in China und Japan beigetragen.

Die wichtigsten Indices, der Nikkei in Japan sowie die Börse in Shanghai schloss mit 0,9 bzw. 0,8 Prozent im Plus. "Auch die Entwicklung in China und die anziehende US-Berichtssaison sollten die Börsen bewegen", meinte Andreas Lipkow, Marktstratege beim Berliner Vermögensverwalter Kliegel & Hafner in der Wochenvorschau.

Vier Unternehmen im Fokus

Diese Woche sind vor allem die vier US-Unternehmen Apple, Boeing, Johnson & Johnson sowie McDonald's im Fokus der Investoren.

Den Auftakt macht am Montag die Fleischlaberl- und Schnellrestaurantkette McDonald's . Der US-Konzern leidet derzeit unter dem starken Dollar. Aber auch die Umsatzentwicklung konnte zuletzt nicht überzeugen.

Mit großem Interesse erwarten die Anleger die Zahlen des Computerherstellers Apple . Der iPhone-Hersteller steht massiv unter Druck. Die Verkäufe am Smartphone-Markt sind insgesamt stagnierend. Druck kommt auch von Fernost aus China, vor allem Huawei und ZTE sind in Asien sehr stark.

So stehen unter anderem Zahlen von Boeing und Johnson & Johnson an.

Spekulationen auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Europa trieben den Dax in der alten Woche letztlich um rund zwei Prozent an. Seit Jahresbeginn steht allerdings immer noch ein Minus von mehr als neun Prozent zu Buche.

Erneut dürften die Anleger nach Washington blicken, wo die US-Notenbanker am Dienstag und Mittwoch zusammen kommen. "Nachdem die Europäische Zentralbank die Tür für weitere Maßnahmen im März aufgestoßen hat, richtet sich der Fokus des Marktes nun auf die Fed", sagt Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. "Wie besorgt sind die US-Währungshüter angesichts der aktuellen Turbulenzen an den Märkten, angesichts der fallende Ölpreise, der Kapitalflucht in China oder der allgemeinen Schwäche der Schwellenländer?"

Der Ölpreisverfall, den viele Anleger als Zeichen für eine angeschlagene Weltwirtschaft sehen, wird sich nach Ansicht der Commerzbank-Experten fortsetzen. Sollten sich Medienberichte über eine Rekordförderung im Irak bestätigen, dürfte dies den Preis zusätzlich belasten. Die Aussicht auf ein weiter anschwellendes Überangebot hat den Rohstoff in den vergangenen beiden Wochen um rund 17 Prozent gedrückt.

Cryan und Kaeser stehen im Mittelpunkt

Bei den Unternehmen steht wieder einmal die Deutsche Bank im Mittelpunkt. Am Donnerstag präsentiert der neue Chef John Cryan Details der tiefroten Jahresbilanz. Fragen gibt es noch genug: Wo brechen die Erträge im Konzern am stärksten ein? Steuert die Bank mit Kostensenkungen dagegen? Wird 2016 ein weiteres Verlustjahr, weil ein Ende der Belastungen etwa durch Rechtsstreitigkeiten nicht absehbar ist? Ist ein Börsengang der Postbank in diesem Jahr noch realistisch? Und wann beginnen nun die konkreten Gespräche zum Jobabbau in Deutschland?

Derweil kann Siemens -Chef Joe Kaeser auf der anstehenden Hauptversammlung am Dienstag bei vielen Aktionären mit Milde rechnen. Nach den zahlreichen Turbulenzen der vergangenen Jahre, nach Korruptionsaffären, Vorstandsrochaden und massenhaftem Stellenabbau sehnen sich viele Anteilseigner nach Ruhe.

Bei den Konjunkturdaten aus Deutschland sticht am Montag der Ifo-Index hervor, der die Investitionslaune der Unternehmen widerspiegelt. Am Freitag stehen die Verbraucherpreise für die Eurozone an.

Österreich: Einblick in die Wirtschaftsentwicklung

In Österreich geben eine Konjunkturabschätzung des Wifo, die IV mit einer Konjunkturumfrage und die WKÖ mit Gründungszahlen Einblick in die Wirtschaftsentwicklung. Der Einzelhandel zieht am Mittwoch Bilanz.

Wirtschaftsminister Mitterlehner und WKÖ-Präsident Leitl präsentieren am Montag Maßnahmen gegen den Bürokratieabbau. Im Hypo-U-Ausschuss sind am Donnerstag und Freitag unter anderem der Chef der Finanzprokurator, Peschorn, und die beiden früheren Hypo-Vorstände Pinkl und Proksch geladen.

Der EuGH veröffentlicht ein Urteil zu Staatsbeihilfen an die BayernLB bzw. die Hypo. Von der EBRD kommt ein Bericht über die Entwicklung in Osteuropa, von der VIG vorläufige Prämeineinnahmen und von der OMV ein Quartalszwischenbericht (Trading Statement). Auch veröffentlicht die Statistik Austria Jahreszahlen zum Tourismus.

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