Nivea-Konzern Beiersdorf mit sattem Gewinnplus

Nivea-Konzern Beiersdorf mit sattem Gewinnplus

Nivea-Deckel in einem Produktionswerk in Hamburg.

Die blauen Döschen mit der weißen "Nivea"-Aufschrift gelten eigentlich schon als Design-Ikonen - Beiersdorf verdient dank dieser und anderer Marken 2015 kräftig. Der Gewinn kletterte um 15 Prozent auf 671 Millionen Euro. Wachstumschancen sieht der Hamburger Kosmetik-Konzern vor allem auch bei Männer-Produkten.

Beiersdorf hat dank guter Geschäfte mit Marken wie Nivea und Eucerin 2015 ein sattes Gewinnplus verbucht. Der Jahresüberschuss lag bei 671 Mio. Euro, nach 581 Mio. Euro im Jahr davor, ein Anstieg um 15 Prozent. Der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn kletterte um ein Viertel auf 660 Millionen Euro. 2014 hatte Beiersdorf allerdings auch Wertberichtigungen in China verbuchen müssen.

Potenzial sieht Beiersdorf-Chef Stefan F. Heidenreich im Kosmetikmarkt vor allem bei Produkten für Männer. "Die Männerkosmetik ist weltweit unterentwickelt." Chancen sieht der Konzernchef dennoch - vor allem für seine Hausmarke Nivea. In Kürze soll ein neuartiges Deodorant auf den Markt kommen und auch in der Damenrasur will Beiersdorf weiter punkten. Derzeit läuft ein Test mit Einwegrasierern in Deutschland und Österreich, das Konzept könnte aber auf weitere Länder ausgerollt werden.

Dividende von 70 Cent je Aktie

Der Umsatz verbesserte sich 2015 um 6,4 Prozent auf 6,7 Mrd. Euro. Aus eigener Kraft wuchs Beiersdorf dabei um 3 Prozent. Für das laufende Jahr gab sich Beiersdorf zurückhaltend. Der Konzern will seinen Umsatz um 3,0 bis 4,0 Prozent steigern. Im vergangenen Jahr hatte Beiersdorf die Messlatte etwas höher gelegt, musste dann aber im Herbst zurückrudern.

Die Aktionäre sollen eine stabile Dividende von 70 Cent je Aktie erhalten. Auf diesem Niveau verharrt die Gewinnausschüttung seit 2009. Gut die Hälfte der Aktien liegt in den Händen der Tchibo-Erben Herz.

Heidenreich führt Beiersdorf seit vier Jahren. Er hat das Unternehmen stärker auf die Kernmarken Nivea, Eucerin und La Prairie ausgerichtet und den Konzern auch in den Schwellenländern weiter voran gebracht. Der Körperpflege-Bereich trug 2015 mit seinen drei Kernmarken rund 5,55 Mrd. Euro zum Konzernumsatz bei, ein Plus von 6,5 Prozent. Insgesamt habe der deutsche Markt 2015 wieder leicht zugelegt, berichtete Heidenreich - ohne hierfür Zahlen zu nennen.

Klebstoffhersteller stark von Konjunktur abhängig

Die Tochter Tesa ist wie alle Klebstoffhersteller stark vom Verlauf der Konjunktur abhängig. Ohne den Rückenwind des Euro konnte sie 2015 daher kaum wachsen. Allerdings hatte Tesa im Vorjahr auch noch stark von Projektaufträgen aus der Elektronikindustrie profitiert, die sich 2015 nicht wiederholt haben.

Mit einer gut gefüllten Kasse im Rücken will Beiersdorf seinen Wachstumskurs auch durch Firmenkäufe und -übernahmen stärken. "Wir fangen mal langsam an zu angeln", sagte Heidenreich. Wachstum aus eigener Kraft habe zwar weiterhin Priorität und die Marke Nivea biete dafür auch noch ausreichend Potenzial, das es zu heben gelte. Intensiver als bisher wolle sich Beiersdorf aber nun dem Thema Akquisitionen nähern.

Geld für Zukäufe hat Beiersdorf nach eigenen Angaben genug. Allein die Barmittel beliefen sich Ende 2015 auf knapp 3 Mrd. Euro. Das Problem sei eher, die geeigneten Kandidaten zu finden, sagte Heidenreich. Das Angebot in der Kosmetikbranche sei überschaubar und die Preise zudem relativ hoch. Beiersdorf schaut schon nach längerem nach Übernahmemöglichkeiten, kam aber bisher nicht zum Zug.

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