Geldanlage: 5 Tipps für ein erfolgreiches Jahr 2020

Geldanlage: 5 Tipps für ein erfolgreiches Jahr 2020

Für die Pension sparen, wird immer wichtiger. Um in der Pension zusätzlich 1.000 Euro im Monat zu haben, muss vorher eine halbe Million Euro erwirtschaftet werden.

Fünf Tipps, wie Sie Ihre Finanzen auch im Jahr 2020 in Griff behalten und Geld erfolgreich anlegen können.

Alljährlich wiederholt sich das vertraute Ritual: Prognosen über die zukünftige Entwicklung der globalen Märkte, Asset-Klassen oder Branchen gehören mittlerweile längst genauso zum Jahreswechsel wie das Feuerwerk am Silvesterabend. Ob Bären oder Bullen in den nächsten 365 Tagen die Oberhand behalten werden, steht dennoch in den Sternen. Fünf Grundregeln sollten dabei laut Sonja Ebhart-Pfeiffer, Vorstand im Verband der Finanical Planers beachtet werden, um sich 2020 sicher auf dem Finanzparkett zu bewegen:

1. Nur solche Wertpapiere und Fonds kaufen, deren Kursschwankungen man auch aushält und die zum Alter passieren
Wer die Frage nach der eigenen Risikoneigung mit „einfach alles rein“ beantwortet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er zwar viel gewinnen, aber kurzfristig auch viel verlieren kann. Bevor ein potentieller Anleger zum ersten Mal Wertpapiere kauft, sollte er sich Gedanken darüber machen, welches Ziel er mit der Geldanlage verfolgt. Wenn mit dem Geld später die Altersvorsorge aufgestockt oder das Studium der Kinder finanziert werden soll, muss an der Börse eine andere Taktik angewendet werden, als wenn es um kurz- und mittelfristige Ziele geht. „Die individuellen finanziellen Möglichkeiten spielen die größte Rolle.
Ein anderer Aspekt ist das Lebensalter. Generell lässt sich sagen, dass junge Erwachsene im Vergleich zu Menschen im fortgeschrittenen Alter aber etwas höhere Schwankungen vertragen, da die Zeitspanne bis zu ihrem Ruhestand länger ist“, so Ebhart-Pfeiffer, die auch für den Finanzdienstleister Finum tätig ist.

2. Nicht der Herde folgen
Auf der Jagd nach möglichst hohen Renditen, passiert es insbesondere unerfahrene Anleger dazu, auch hohe Risiken und damit herbe Verluste einzufahren, indem sie nur das tun, was andere, vor allem professionelle Marktteilnehmer, bereits lange vor ihnen getan haben. Ihr Kapitalfehler: Sie folgen der Herde und tendieren dazu einzusteigen, wenn die „Börsenparty“ bereits vor ihrem Ende steht. Der Run auf Immobilien-Investments kurz vor Beginn der Finanzkrise ist nur eines von vielen Beispielen. Nach dem Motto „Gier ist gut“ sollten Börsen-Neulinge jedenfalls nicht handeln. Ebhart-Pfeiffer empfiehlt: „Anleger sollten zusammen mit ihrem Berater eine Strategie finden, die zu den jeweiligen finanziellen Zielen sowie Verhältnissen passt, und diese beibehalten, auch wenn Kursschwankungen auftreten. Wer sich daran hält, hat schon halb gewonnen.“

3. Ein überschaubares Risiko in Kauf nehmen
Vor der Finanzkrise 2008 stand für viele Investoren vielfach die erzielbare Rendite im Vordergrund, nun geht es, aufgrund des gesteigerten Sicherheitsbedürfnisses, um den Erhalt des Geldes. Obwohl das vergangene Jahr ein historisch niedriges Zinsniveau mit sich gebracht hat und das Geld auf dem geliebten klassischen Sparbuch mehr denn je verkümmert, scheut sich der österreichische Anleger nach wie vor sein Erspartes in Aktien anzulegen. „Nur sechs Prozent der Österreicher besitzen Aktien, das ist im internationalen Vergleich wenig. Wer sein Vermögen wachsen sehen möchte muss aber zwangsläufig etwas Risiko – das aber gut kalkuliert sein sollte – in Kauf nehmen. Die Aussicht auf eine höhere Rendite geht immer mit Kursschwankungen einher“, so die Finanzberaterin.


Um in der Pension zusätzlich 1.000 Euro im Monat zu haben, muss vorher eine halbe Million Euro erwirtschaftet werden

4. Weg mit den Scheuklappen
Wer frei nach dem Prinzip „Mir wird schon nichts passieren“ in den Tag hineinlebt, wird mit ziemlicher Sicherheit im Laufe des Lebens böse Überraschungen erleben. Themen wie langfristige Liquiditätsengpässe, Krankheiten können tatsächliche passieren, auch der Tod eines engen Angehörigen kann finanziell negative Auswirkungen haben. Die Gefahr der Altersarmut steigt. Angesichts der staatlichen Defizite, des demografischen Wandels und der niedrigen Zinsen ist das ein großes unangenehmes Thema. In den meisten Umfragen zum Thema Geld betonen die Konsumenten, im Alter keine allzu großen finanziellen Abstriche machen zu wollen. Um allerdings monatlich 1.000 Euro zusätzlich zur staatlichen Pension zur Verfügung zu haben, gilt es, zuvor ein Vermögen von rund einer halben Million Euro aufzubauen, besagt eine Faustregel. „Wer erst mit Mitte 30 mit der Vorsorge für den Lebensabend beginnt, muss sehr hohe monatliche Beträge zur Seite legen, um das zu schaffen“, so Ebhart-Pfeiffer. Junge Menschen – und vor allem jene, die vorhaben eine Familie zu gründen – müssen sich, so rät die Finanzberaterin, früh genug auch mit unangenehmen Szenarien auseinandersetzen.

5. Fundierte Beratung
Gute Beratung ist essenziell, denn schlechte Beratung wird im Nachhinein teuer bezahlt. Je komplexer die Vermögensfragen sind, desto wichtiger ist es, Experten hinzuzuziehen. Gütesiegel für Berater sind dabei die CFP® -Zertifizierung (Certified Financial Partner) und die europäischen EFA® European Financial Advisor® und EIP® European Investment Practitioner® zertifizierungen.
Berater mit diesen Zertifizierungen haben umfassende Ausbildungen absolviert und kommissionelle Prüfungen abgelegt. Sie sind außerdem einem strengen Ehrenkodex unterworfen und zu ständiger Weiterbildung verpflichtet.

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