Neuer Rekord bei Eigentumswohnungen

Neuer Rekord bei Eigentumswohnungen

Vor allem die Preise günstiger Wohnungen sind 2017 kräftig angezogen.

Eigenheime sind teuer wie nie und die Österreicher kaufen trotzdem so viele Eigentumswohnungen wie noch nie. Das treibt die Preise pro Quadratmeter weiter. Zehntausende Eigentumswohnungen im Wert von etlichen Milliarden Euro haben 2017 den Besitzer gewechselt. Welche Bundesländer am teuersten sind und welche Trend es bei günstigen Wohnungen gibt.

Neuer Rekord: Durchschnittlich kostet ein Quadratmeter 3.094 Euro

Der Markt für Eigentumswohnungen brummt. 2017 erreichte die Nachfrage einen neuen Rekord. 49.584 Wohnungen im Gesamtwert von 10,6 Milliarden Euro den Besitzer gewechselt. Damit wurden um 3,6 Prozent mehr Wohnungswechsel auf den Grundbuchsgerichten verbüchert als 2016. Der Gesamtwert stieg verglichen zum bisherigen Rekordjahr 2016 um 9,4 Prozent oder 907 Millionen Euro. Die Folge Quadratmeterpreise stiegen um 6,5 Prozent auf 3.094 Euro.

Pro Wohnung flossen im Durchschnitt 194.208 Euro, teilte der Maklerverbund Re/Max mit. Das waren um 11.384 Euro oder 6,2 Prozent mehr als 2016.

Vorarlberg, Salzburg und Wien besonders teuer

Im Bundesländervergleich sind die Wohnungspreise in Vorarlberg, Salzburg, Wien und Tirol besonders hoch. Nach Bezirken zahlt man in Wien-Innere Stadt (956.000 Euro), Wien-Wieden (356.000), Kitzbühel (351.000), Wien-Döbling (332.000) und Wien-Alsergrund (352.000) am meisten. Teuerste Landeshauptstadt ist Bregenz (254.000) knapp vor Salzburg (252.000) und deutlich vor Innsbruck (220.000).

Die meisten Wohnungen wurden in Wien verkauft

Relativ stiegen die Verkaufszahlen mit einem Plus von 25,4 Prozent am stärksten im Burgenland. In Wien aber wechseln real mit Abstand die meisten Wohnungen den Besitzer. Mit einem Gesamtverkaufswert von 3,67 Milliarden Euro sorgt die Bundeshauptstadt für ein gutes Drittel des Austro-Wohnungsmarkts. Im Fünfjahresvergleich sind die Preise deutlich angestiegen. Pro Quadratmeter nahmen sie um 43,8 Prozent zu.

Preise von günstigen Wohnungen steigen am stärksten

Grundsätzlicher Trend der vergangenen Jahre ist, dass der Preis von günstigen Wohnungen deutlicher steigt als die Preise von teuereren Wohnungen. Im bundesweiten Fünfjahrensvergleich stiegen die Preise um knapp ein Drittel. Bei teureren Wohnungen im oberen Preisviertel gab es einen Anstieg von knapp 30 Prozent, bei Wohnungen im unteren Preisvierte jedoch um fast 47 Prozent.

8,5 Prozent mehr Neubauten

Die Steigerung bei der Anzahl der Wohnungsverkäufe erfolgte vor allem dank Neubauten. Hier gab es ein Plus von 8,5 Prozent, während die Anzahl der verkauften Gebrauchtwohnungen nur um 1,4 Prozent zugelegte. Der Anteil an neu gebauten oder von Bauträgern sanierten Wohnungen an den Gesamtverkäufen lag 2017 bei 33,1 Prozent und damit um 1,5 Punkte über 2016, so Re/Max.

Preise sind in Tirol nicht gestiegen

Im Gegensatz zu 2016 gab es im Vorjahr aber nicht mehr in allen Bundesländern einen Anstieg in der Anzahl und im Wert der gehandelten Wohnungen. Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg liegen jeweils knapp unter den Werten des Rekordjahres 2016, aber über 2015. Auch die Zuwachsraten der sechs anderen Bundesländer flachten ab. "Das heißt, in Summe ist die Anzahl der verkauften Wohnungen weiter gestiegen. Die Preise haben in allen Bundesländern außer Tirol zugelegt, aber insgesamt ist eine deutliche Beruhigung erkennbar", so Re/Max-Geschäftsführer, Bernhard Reikersdorfer. Und: "In allen Bundesländern finden sich Bezirke, die weniger Wohnungsverkäufe zu verzeichnen hatten als im Jahr zuvor und Bezirke mit geringeren Durchschnittspreisen." Insgesamt wurden fürs vorige Jahr 59 Bezirke (inklusive darin liegender Statutarstädte) mit mehr Wohnungsverkäufen gezählt, 45 Bezirke mit weniger, zwei liegen auf Vorjahresniveau (Wien-Umgebung wurde auf die Nachbarbezirke aufgeteilt).

Ein Viertel aller gehandelten Wohnungen in Österreich kostete voriges Jahr mindestens 261.668 Euro und ein weiteres Viertel weniger als 117.230 Euro. Die Preise an der Grenze zum unteren Viertel sind demzufolge um plus 9,6 Prozent, also doppelt so stark wie im Jahr zuvor (plus 4,9 Prozent) gestiegen. Die Preissteigerung an der Grenze zum oberen Preisviertel ist annähernd konstant geblieben und legte von plus 4,2 Prozent auf plus 4,7 Prozent zu. Im Bereich der Neubauten/Sanierung liegt die Hälfte der Wohnungspreise zwischen 169.622 und 310.000 Euro (jeweils ein Viertel darüber und ein Viertel darunter). Die Preise, die ausschließlich für gebrauchte Wohnungen bezahlt wurden, bewegten sich analog zwischen 99.000 und 230.000 Euro.

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