Nationalbank: Inflationsanstieg nur vorübergehend

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat ihre Infaltionsprognose für 2021 auf 2,4 Prozent angehoben, rechnet aber wie der IWF mit einer baldigen Normalisierung.

Nationalbank: Inflationsanstieg nur vorübergehend

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat ihre Inflationsprognose für das Jahr 2021 erneut angehoben. Im Dezember 2020 hatte man noch mit einer Teuerungsrate von 1,4 Prozent gerechnet, mittlerweile liegt die Marke bei 2,4 Prozent. Der Anstieg sei "größtenteils auf die markante Zunahme der Rohstoffpreise zurückzuführen", erklärt die OeNB. Das habe nicht nur die Energiekosten betroffen und spiegle sich zunehmend in steigenden Endverbraucherpreisen nichtenergetischer Industriegüter wider. Lieferengpässe und Probleme in den Lieferketten erhöhen noch den Preisdruck.

Auch die Inflationsprognose für 2022 wurde nun im Vergleich zur Juli-Vorhersage um 0,2 Prozentpunkte, auf 2,2 Prozent, angehoben. Nächstes Jahr sei eine Entspannung bei den Rohölpreisen zu erwarten, allerdings dürften die wirtschaftliche Erholung und weiter bestehende Angebots-Engpässe die Preise nach oben drücken. Für 2023 erwartet die Nationalbank wie in der Prognose vom Juni eine Teuerung von 1,8 Prozent. Das wird vor allem Preisrückgängen bei Energie zu verdanken sein, ohne diesen Effekt würde die Inflation 2023 bei 2,0 Prozent liegen.

Erwarteter Normalzustand

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet ebenfalls mit einer allmählichen Normalisierung der Inflation ab dem Winter. Im Herbst sollte der Höhepunkt erreicht sein und bis Mitte 2022 dann ein Niveau, das vor der Coronakrise üblich war.

Das Basis-Szenario des IWF für reichere Staaten sagt eine Teuerungsrate von 3,6 Prozent im Herbst voraus. Mitte 2022 sollte der Wert dann wieder bei rund zwei Prozent liegen. In Schwellen- und Entwicklungsländern wird zunächst mit 6,8 Prozent gerechnet und dann einer Abkühlung auf rund vier Prozent. Es gebe allerdings Risiken, dass die Inflation auch hartnäckiger sein könnte. Der IWF verwies unter anderem auf Lieferengpässe, etwa bei Computer-Chips, und anziehende Lebensmittelpreise.

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