Mieten wieder deutlich gestiegen

Mieten wieder deutlich gestiegen

Mietwohnungen sind immer schwerer leistbar.

Die Mieten steigen fast unaufhörlich. Alleine im zweiten Quartal 2017 gab es wieder einen kräftigen Preisruck nach oben. In nur fünf Jahren haben die Mieten bereits um 16 Prozent zugelegt. Was eine Wohnung im Schnitt in Österreich kostet.

Wohnen wird zusehends teurer. Alleine heuer im zweiten Quartal legten die Hauptmieten (inklusive Betriebskosten) für Wohnungen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres im österreichweiten Schnitt um gut 4 Prozent von 484,5 auf 504,7 Euro pro Monat zu, wie aus der Mikrozensus-Erhebung der Statistik Austria hervorgeht. 2016 lag der Jahresschnitt noch bei 488,5 Euro (2015: 474,6 Euro).

Mieten sind in fünf Jahren um 16 Prozent gestiegen

Auch in den vergangenen fünf Jahren erhöhten sich die Wohnkosten, die ja einen wesentlichen Teil der Einkommen in den privaten Haushalten verschlingen, deutlich über der Inflationsrate: Im zweiten Quartal 2012 kostete eine Wohnung in Österreich noch durchschnittlich 434,4 Euro monatlich - mittlerweile sind dafür schon um gut 16 Prozent mehr aufzuwenden. Der Quadratmeterpreis stieg im Fünfjahreszeitraum von 6,4 auf 7,6 Euro pro Monat.

Mieten zwischen 5 und 10 Euro pro Quadratmeter

Eine wesentliche Auswirkung auf die Höhe der Wohnungsmiete hat laut Statistik Austria auch die Dauer des Mietverhältnisses. Bei Neuverträgen (maximal zwei Jahre bisherige Mietdauer) kostete eine Hauptmietwohnung (Gemeinde-, Genossenschafts- sowie andere Hauptmietwohnung) 2016 im österreichweiten Schnitt 8,9 Euro pro Quadratmeter und Monat. Haushalte mit langandauernden Mietverträgen (mindestens 30 Jahren bisheriger Vertragsdauer) zahlten im Schnitt nur fünf Euro pro Quadratmeter (inklusive Betriebskosten).

Generell gilt: Je länger man bereits in einer Mietwohnung lebt, desto günstiger kommt man davon. Denn bei Neuvermietungen werden die Bleiben meist deutlich teurer angeboten als der Vormieter dafür zuletzt zu zahlen hatte.
Der Median der Wohnkosten aller österreichischen Privathaushalte lag 2016 den Statistikern zufolge bei 457 Euro monatlich, d. h. die Hälfte hatte geringere Wohnkosten, die andere Hälfte höhere. Am teuersten kommen Wohnungen in privater Hauptmiete. In diesem Segment lag der Median im abgelaufenen Jahr bei 665 Euro - das waren 10,1 Euro pro Quadratmeter.

Der Mikrozensus der Statistik Austria erfasst laufend die monatlichen Wohnkosten der heimischen Miethaushalte. Darin enthalten sind die Miet-, Betriebs-, Energie- und Instandhaltungskosten. Weiters wird den Angaben zufolge für Wohneigentum und gemeinnützige Wohnungen der Zinsanteil der Kreditrückzahlung für die Wohnraumbeschaffung berücksichtigt.

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