Microsoft & Co: Die glorreichen Jahre bei IT-Aktien dürften anhalten

Microsoft & Co: Die glorreichen Jahre bei IT-Aktien dürften anhalten

Anleger-Geldvermehrer Microsoft: Die Kursgewinne sollen selbst nach zehn glorreichen Jahren weiter anhalten.

Anlageexperten geben für IT-Aktien wie Microsoft wieder grünes Licht. Warum die Branche nach Kursgewinnen bis zu 700 Prozent in zehn Jahren nach wie vor hoch im Kurs steht.

Nimmt denn die Tech-Hausse gar kein Ende, mögen sich viele fragen. In den vergangenen drei Monaten ist die US-Techbörse Nasdaq um fast zehn Prozent gestiegen. In den letzten drei Jahren betrug der Wertzuwachs über 70 Prozent und wäre man zehn Jahre investiert gewesen, hätte man sein Vermögen um 444 Prozent vermehrt. Und die Techparty soll weitergehen, glaubt Lars Skovgaard Andersen, Investmentstratege bei Danske Invest. Lesen Sie warum der Höhenflug der IT-Branche noch nicht zu Ende sein soll.

Die Berichtssaison in den USA ist in vollem Gange – und IT-Unternehmen beherrschen wie so oft die Schlagzeilen. Gute Geschäftsergebnisse haben die Notierungen in die Höhe getrieben und dazu beigetragen, dass sich IT-Aktien dieses Jahr erneut viel besser entwickelten als der breite Markt. Während der S&P 500 Index um etwa 17 Prozent zugelegt hat, ist der S&P 500 Information Technology Index um rund 27 Prozent gestiegen.

Microsoft: Warum die Aktie weiter hohe Börsengewinne abwerfen könnte
Das beste Symbol für den Aufschwung ist Microsoft (ISIN: US5949181045), das nach einem erstklassigen Ergebnis starke Kursanstiege erlebte. Die Aktie ist in nur drei Jahren um 152 Prozent gestiegen. In den vergangenen zehn Jahren waren es fast 700 Prozent, das das investierte Geld vermehrt worden ist. Der Marktwert hat nun erstmals die Eine-Billion-Dollar-Grenze überschritt. Somit ist Microsoft aktuell das wertvollste Unternehmen der Welt. Das Unternehmen ist zudem ein verlässlicher Dividendenzahler. Seit 15 Jahren in Folge erhalten Anleger Ausschüttungen. Credit Suisse belässt die Aktie, trotz der hohen Kursanstiege, auf "Übergewichten". Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn je Aktie werde der IT-Konzern vom Übergang zu Cloud-Diensten längerfristig profitieren, schreibt Analyst Brad Zelnick in einer Studie. Die Trend von Unternehmen zu Cloud-Angeboten könne Jahrzehnte dauern.

IT-Sektor übergewichtet
Die Danske Invest hat den IT-Sektor schon seit längerem übergewichtet und tun das auch weiterhin. Die Unternehmensergebnisse bestärken uns, dass dies eine gute Entscheidung ist. Auch Internetriesen wie Apple, Facebook und Amazon haben positiv überrascht. Technisch gesehen gehört Facebook allerdings nicht zur IT-Branche, sondern zum Sektor der Kommunikationsdienstleistungen, während Amazon auch stark im zyklischen Konsumbereich tätig ist.


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Gute Unternehmensergebnisse und hohe Investitionen sorgen für Kursphantasien
Vor der Berichtssaison waren die Experten der Danske Invest noch etwas zögerlich, doch nun raten sie wieder zum Einsteig bei Tech-Aktien. "Die Unternehmensergebnisse bisher viele der erhofften Antworten gegeben haben und den Aktienkurse so neuen Treibstoff gegeben. Gleichzeitig ist das eine Bestätigung dafür, dass sich der IT-Sektor weiterhin in die richtige Richtung entwickelt.
Die Engagements der Unternehmen in neue Technologien treiben den Sektor in hohem Maße voran. Wir sehen unter anderem starke Investitionstätigkeiten in den Bereichen Cloud-Lösungen, Big Data und Internetsicherheit. Hier bestärken Microsofts Geschäftsergebnisse und die künftigen Erwartungen unsere Ansicht, dass IT-Unternehmen weiterhin von dem vernünftigen Investitionsniveau profitieren werden.

Worauf Anleger achten sollten
Dennoch sollten Anleger darauf achten, dass IT-Unternehmen im Vergleich zum breiten Aktienmarkt ein hohes Gewinnwachstum, solide Cashflows und eine niedrige Verschuldung aufweisen. Investmentprofi Andersen: "Dies reduziert ihre Anfälligkeit gegenüber global steigenden Zinsen."

Anhaltend starke Fundamentaldaten
Die Fundamentaldaten des Sektors seien immer noch stark. Wir gehen deshalb weiterhin davon aus, dass die Branche besser als der Gesamtmarkt abschneidet. Als Faustregel empfehlen wir Anlegern eine breite globale Ausrichtung auf den IT-Sektor, zum Beispiel über einen Fonds. Doch unserer Meinung nach gibt es auch besonders aussichtsreiche Einzelunternehmen.

Starker Dollar könnte Einnahmen belasten
Eine potenzielle Gefahr für den Sektor wären rückläufige Investitionen bei den Unternehmen. Aber eine noch größere wohl eine Aufwertung des Dollars. Die global dominierende amerikanische IT-Branche macht 67 Prozent ihres Umsatzes im Ausland – und hier kann ein stärkerer Dollar die Einnahmen belasten. Das kann paradoxerweise eintreten, wenn sich die Wirtschaft des Landes zu gut entwickelt, sodass Zinserhöhungen durch die US-Notenbank wieder in den Fokus rücken.

Facebook, Google & Co: Aktienengagement zurückgefahren
Gegenüber der Branche für Kommunikationsdienstleistungen mit Unternehmen wie Facebook (ISIN: US30303M1027) und Alphabet (Google) (ISIN: US02079K1079) sind wir zurückhaltender. In diesem Bereich ist Danske Invest neutral gewichtet. Das bedeutet jedoch nicht, dass Anleger diesen Sektor komplett meiden sollen, sondern dass er im Portfolio eine geringere Gewichtung haben sollte als der IT-Sektor. Die Politik hat einen starken Fokus auf Unternehmen wie Facebook und Alphabet, die insbesondere auf Privatpersonen ausgerichtet sind. Diese Gesellschaften sollen unter anderem Stellung nehmen zu Themen wie einer strengeren Regulierung und einer möglichen Digitalsteuer. Dies kann die Unternehmen eine geraume Zeit beeinträchtigen und damit die Kurse.

Risikolose Geldmarktfonds bevorzugt
Auch was die Entwicklung des Gesamtmarktes in den USA anbelangt, gibt es warnende Stimmen. "Das weitere Aufwärtspotenzial nach der Rally zu Beginn dieses Jahres scheint begrenzter zu sein, sollten die Märkte beginnen, das Ende des Zykluses einzupreisen", so Benjamin Melman, Chefinvestor bei Edmond de Rothschild Asset Management. Da sich mittelfristig die Lage einzutrüben droht, hat der Experte Aktien und Anleihen leicht untergewichtet und übergewichtet risikofreie Anlagen wie Geldmarktfonds.

Top-Fonds brachte in fünf Jahren jährlich gut 25 Prozent
Wer jedoch nicht in Einzeltitel investieren möchte, sollte besser zu Fonds greifen. Der Fonds mit der höchsten Rendite in den vergangenen fünf Jahren war der JP Morgan US Technology Fonds (ISIN: LU0159052710) mit einem jährlichen Wertzuwachs von 26,4 Prozent. Das Risiko das Anleger für eine solche Rendite eingehen, ist allerdings auch entsprechend hoch.

Der Threadneedle Global Multi Asset Income Fund (ISIN: LU0640488994) wiederum nutzen Cash-ähnliche Anlagen und Unternehmensanleihen mit kurzer Laufzeit, um volatilere Positionen wie Aktien aus asiatischen Schwellenländern, Japan und Europa zu stabilisieren.

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