Liechtensteinische Landesbank übernimmt Semper Constantia Privatbank

Roland Matt, VR-Präsident der Liechtensteinische Landesbank (LLB) Gruppe

Roland Matt, VR-Präsident der Liechtensteinische Landesbank (LLB) Gruppe

Durch die Fusion entsteht in Österreich ein neuer Vermögensverwalter mit mehr als 18 Milliarden Euro Assets under Management und sehr hohem Bonitäts-Rating.

Die Semper Constantia Privatbank ist im vergangenen Jahr verstärkt ins Visier großer internationaler Vermögensverwalter geraten. Schließlich hat die Privatbank unter neuer Führung ihr Kundenvolumen und ihre Profitabilität in den letzten Jahren stark gesteigert und ihre Marktposition in Österreich deutlich ausgebaut. Nun hat die Liechtensteinische Landesbank (LLB) einen Kaufvertrag zum Erwerb von 100 Prozent der Aktien der Semper Constantia Privatbank unterzeichnet. Der Kaufpreis der Aktien beträgt nach Angaben der LLB rund 185 Millionen Euro. Er wird teilweise in bar und teilweise in Aktien der LLB AG abgegolten. Das Closing des Vertrags soll Mitte 2018 erfolgen. Die bisherigen Eigentümer der Semper Constantia Privatbank waren Hans-Peter Haselsteiner (64 Prozent), Erhard Grossnigg (15 Prozent), Bernhard Ramsauer (8,5 Prozent), Harald Friedrich (8,5 Prozent) und Ulrich Kallausch (4 Prozent). Die beiden Hauptaktionäre planen sich mit rund sechs Prozent an der Lichtensteinischen Landesbank AG (Vaduz) zu beteiligen.

Die Transaktion wird – vorbehaltlich der aufsichtsbehördlichen Genehmigungen – in zwei Schritten erfolgen: Voraussichtlich im Juli 2018 übernimmt die LLB die Semper Constantia. In einem zweiten, für September 2018 geplanten Schritt, wird die Semper Constantia mit der LLB Österreich zur Liechtensteinischen Landesbank Österreich fusioniert. Zu diesem Zeitpunkt sollen auch Aufsichtsrat und Vorstand bereits neu besetzt sein:
Gabriel Brenna, Leiter Private Banking in der LLB wird Vorsitzender des Aufsichtsrates, Bernhard Ramsauer wird CEO der fusionierten Privatbank. Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende der Semper Constantia, Karl Sevelda, wird in den Verwaltungsrat der LLB einziehen.

Neben Liechtenstein und der Schweiz ist Österreich einer der drei Heimmärkte der LLB-Gruppe. Sie ist seit 2009 mit der Tochtergesellschaft Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG am Standort Wien aktiv und betreibt erfolgreich das Vermögensverwaltungsgeschäft. Der Erwerb der Semper Constantia Privatbank ist der nächste Schritt in der organischen uns akquisitorischen Wachstumsstrategie der Gruppe.

Stärkung des Heimmarkts Österreich

Die Akquisition der Semper Constantia ermöglicht es der LLB-Gruppe, ihr Vermögensverwaltungsgeschäft in Österreich signifikant auszubauen und Österreich als dritten starken Heimmarkt zu etablieren. Die Semper Constantia stellt mit ihrer starken Positionierung im Private Banking und institutionellen Geschäft sowie ihrem hervorragenden Ruf für die LLB-Gruppe eine ideale Erweiterung der Aktivitäten in Österreich dar. Nach einem erfolgreichen Zusammenschluss wird die fusionierte Einheit zu einem der Top-Anbieter im Private Banking und institutionellen Geschäft in Österreich aufsteigen. Damit ist sie bestens positioniert, um in diesem attraktiven Markt weiter wachsen zu können. Das gesamte Volumen an verwaltetem Vermögen (Assets under Management) wird in Österreich mehr als 18 Milliarden Euro betragen. Die Bonität der neuen Bank erfährt über das ausgezeichnete Moody´s Rating (Aa2) ihrer Mutter ein deutliche Steigerung.

Georg Wohlwend, VR-Präsident der LLB-Gruppe, kommentiert diesen Schritt wie folgt: "Die LLB-Gruppe zielt mit ihrer Strategie 'StepUp2020' auf nachhaltig profitables Wachstum. Die Akquisition entspricht vollumfänglich unserer Strategie, sowohl organisch als auch akquisitorisch zu wachsen. Mit dem Erwerb der Semper Constantia werden wir unser Ziel, das Geschäftsvolumen auf über 70 Millionen Schweizer Franken zu steigern, frühzeitig deutlich übertreffen. Zudem wird die LLB weitere langfristig orientierte Aktionäre erhalten."

Group CEO Roland Matt fügt an: "Die LLB-Gruppe fühlt sich dem Vermögensverwaltungsmarkt in Österreich stark verpflichtet. Durch ein Zusammengehen werden sowohl das Private Banking gestärkt, als auch das institutionelle Geschäft ausgebaut. Damit können wir Synergien nutzen und Mehrwert für Mitarbeitende, Kunden und Aktionäre schaffen. Die Übernahme eröffnet der LLB-Gruppe den Eintritt in den österreichischen Markt für Fondsdienstleistungen. Sie kann damit ihr strategisches Ziel, das Fondsgeschäft geografisch zu erweitern und weiter auszubauen, umsetzen."

Übernahme der Semper Constantia schafft Mehrwert

Dr. Erhard F. Grossnigg, Eigentümervertreter der Semper Constantia: "Mit der LLB haben wir einen Partner für eine langfristig erfolgreiche Zukunft gefunden. Die LLB steht als traditionsreichste Bank Liechtensteins und mit einem Moody's Rating von Aa2 für Sicherheit und Stabilität. Ich bin überzeugt, dass das Zusammengehen für unsere Kunden und auch für unsere Mitarbeiter die beste Lösung ist. Dr. Haselsteiner und ich freuen uns, künftig Aktionäre der LLB-Gruppe inklusive Semper Constantia zu sein."

Dr. Karl Sevelda, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Semper Constantia: "Ich habe die Organe der LLB als hochprofessionelle Kollegen kennengelernt und freue mich auf eine fruchtvolle Zusammenarbeit."

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