Lebensversicherung: Garantiezins ab 2017 mit Rekordtief

Lebensversicherung: Garantiezins ab 2017 mit Rekordtief

Die Renditen von österreichischen 10-Jahresanleihen fallen seit 2008 und kratzen nun an der Nulllinie.

Nun ist es fix: Die Finanzmarktaufsicht sieht sich gezwungen den Garantiezins bei Lebensversicherungen 2017 weiter zu senken. Die Begründung dafür ist beunruhigend.

Durchschnittsrendite von österreichischen Staatsanleihen erstmals negativ

Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA), die Hütern der Stabilität von Banken und Versicherungen, sieht sich gezwungen den Garantiezins für Lebensversicherungen weiter zu senken. Der höchstzulässige Garantiezins soll ab 1. Jänner 2017 von 1,0 Prozent auf 0,5 Prozent sinken.

Als Begründung dafür führt die FMA an, dass die umlaufgewichtete Durchschnittsrendite für Bundesanleihen - die wesentliche Orientierung für den Garantiezinssatz - seit Juli 2016 erstmals sogar negativ ist.

Die Renditen von 10-jährigen österreichischen Staatsanleihen sinken seit 2008 deutlich und waren im Juli 2016 erstmals negativ.

Die Renditen von 10-jährigen österreichischen Staatsanleihen sinken seit 2008 deutlich und waren im Juli 2016 erstmals negativ.

Die garantierte Mindestverzinsung bezieht sich nur auf die Sparprämie der Lebensversicherung, also die einbezahlte Prämie abzüglich Steuern, Risiko- und Kostenanteilen. Etwaige Gewinnbeteiligungen sind davon grundsätzlich nicht betroffen.

Die Entscheidung kommt zudem zu einer Zeit, in der die EU österreichische Versicherungen einem Stresstest unterzieht. Geprüft wird, ob die Versicherungen mit ihrer Kapitalausstattung auch ökonomischen Schocks standhalten können. Wer seinen Kunden einen zu hohen Garantiezins zahlt, riskiert im Fall einer Krise, keinen ausreichenden finanziellen Risikopuffer zu haben.

Der höchstzulässige Garantiezinssatz ist auch nicht pauschal auf alle Neuverträge anzuwenden. Er definiert aber die gesetzlich zulässige Obergrenze des Garantiezinses.

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