Laufzeitenmanagement – Wissen, wann es genug ist

Laufzeitenmanagement – Wissen, wann es genug ist

Laufzeitenfonds schaffen den Spagat zwischen Ertrag und Sicherheit.

Geld ist zum Ausgeben da, und wer es veranlagt, tut das normalerweise nur, um später mehr davon ausgeben zu können. Zu wissen, wann dieses „später“ eintreten wird, zu welchem Zeitpunkt man also schnöden Mammon gegen die schöneren Dinge des Lebens einzutauschen gedenkt, ist essentiell.

Es ist gut und beruhigend zu wissen, dass man bei einer entsprechenden Vorsorge dann Geld zur Verfügung hat, wenn man es braucht. Zwar kann niemand in die Zukunft schauen, aber diese lässt sich zumindest in vieler Hinsicht planen.

Je nachdem, ob in den nächsten Jahren größere Anschaffungen oder Ausgaben geplant sind – der Kauf eines Hauses, ein Autos oder vielleicht eine Weltreise – sollte man sicherstellen, zu diesen Zeitpunkten genügend Bares zur Verfügung zu haben. Obendrein sollte man auf den spontan abrufbaren Notgroschen nicht vergessen. Denn es kann zwischendurch auch einmal Feuer am Dach sein. Im schlimmsten Fall womöglich sogar im wörtlichen Sinn. Dann sollte das eigene Geld nicht zur Gänze langfristig angelegt sein, denn sonst muss man bei einer vorzeitigen Auflösung der Anlage kräftige Abschläge hinnehmen.

Es ist daher ratsam, sich über verschiedene Anlageformen mit verschiedenen Laufzeiten zu informieren (siehe trend-Artikel „Zeit ist Geld“).

Laufzeitenfonds sind in diesem Zusammenhang eine relativ neue Entwicklung. Deren Manager spielen auf Zeit und managen über die Laufzeit der Veranlagung aktiv den Anteil von Aktien beziehungsweise und Anleihen, in die das Geld investiert wird.

Fallbeispiel: Elfjähriger Laufzeitenfonds

Bei einem elfjährigen Laufzeitfonds landet beispielsweise maximal die Hälfte des Kapitals zunächst einmal am Aktienmarkt. Das birgt zwar ein vergleichsweise hohes Risiko, bietet aber gleichzeitig aber auch die höchsten Ertragschancen: Das Investment bekommt so die Chance, sich zu vermehren.

Mit dem fortschreitendem Laufzeit kommt es dann zur Umschichtung in Anleihen: Nachdem die ersten Aktienjahre vorbei sind, wird das veranlagte Geld Zug um Zug in sichere Anleihen umgeschichtet. Bereits ab dem 9. Jahr werden die Aktien im Portfolio sukzessive durch Anleihen ausgetauscht, um das erwirtschaftete Vermögen in trockene Tücher zu bringen. Im neunten Jahr, 2 Jahre vor der Ausschüttung an den Anleger, tendiert der Aktienanteil gegen Null.

So ist man kurz vor der Zielgerade vor den jederzeit noch möglichen Schwankungen am Aktienmarkt und somit vor bösen Überraschungen gefeit. Und kann die geplante Weltreise dann auch ruhigen Gewissens antreten.

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