Krypto-Währungen: Europas Regulierungsbehörden warnen

Krypto-Währungen: Europas Regulierungsbehörden warnen

Hände weg! Europas Regulierungsbehörden warnen vor Investments in Kryptowährungen.

Die europäischen Regulierungsbehörden EBA, ESMA und EIOPA haben gemeinsam eine weitere, ernste Warnung vor virtuellen Währungen veröffentlicht. Die heimische Finanzmarktaufsicht FMA rät ebenfalls dringend von Investments ab.

Lauter können die Warnglocken wohl kaum mehr läuten: Nun haben die drei Europäischen Regulierungsbehörden, EBA für Banken, ESMA für Wertpapiere und Märkte und EIOPA für Versicherungen und Pensionskassen eine gemeinsame Warnung zu virtuellen Währungen veröffentlicht. Sie machen darin Investoren auf die erhöhten Risiken beim Kauf virtueller Währungen aufmerksam.

Die teils erheblichen im Lauf der letzten zwei Monate eingetretenen Kursverluste bei virtuellen Währungen waren wohl vielen Käufern noch nicht Abschreckung genug. Die wohl bekannteste Kryptowährung, der Bitcoin, pendelt aktuell zwischen 8.000 und 9.000 Dollar - oft binnen eines Tages. Gegenüber dem Höchststand vom Dezember hat die Cyber-Währung rund 60 Prozent ihres Werts verloren. Viele Glücksjäger sehen gerade angesichts dessen ihre Zeit gekommen und überlegen ein- oder nachzukaufen. Doch die Regulierungsbehörden und die heimische Finanzmarktaufsicht (FMA) raten vehement davon ab.

"Virtuelle Währungen sind hochspekulative Produkte und wir können nur vor einem Investment warnen,“ erklären die Vorständ der FMA, Klaus Kumpfmüller und Helmut Ettl.

Keine Regulierung, keine Garantie

Die Regulierungsbehörden machen in ihrer neuen Erklärung Investoren auf die erhöhten Risiken beim Kauf virtueller Währungen aufmerksam. Virtuelle Währungen sind, wie in dem Papier erklärt wird, nicht reguliert und unterliegen, wie in den letzten Wochen verstärkt zu sehen war, sehr hohen Preisschwankungen. Zudem können Plattformen, über die virtuelle Währungen gehandelt werden, nicht garantieren, dass Verbraucher bei Bedarf virtuelle Währungen zeitgerecht kaufen oder verkaufen können.

„Die FMA hat im Rahmen der europäischen Aufsichtszusammenarbeit intensiv an diesem Warnhinweis mitgearbeitet und wir unterstützen ihn vollinhaltlich", bekräftigt der FMA-Vorstand. Verbraucher, die ihr Geld in virtuelle Währungen investieren möchten, müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie ihr ganzes investiertes Geld verlieren können. Schon alleine der Begriff Währung sei irreführend, da sie nur sehr punktuell als Zahlungsmittel akzeptiert werden und völlig unreguliert sind.

Die Warnhinweise der Regulierungsbehörden sind abrufbar unter:

Die FMA hat bereits im November 2017 eine Information zu den Risiken virtueller Währungen auf ihrer Website veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem: "Virtuelle Währungen dürfen nicht mit den traditionellen, von Zentralbanken herausgegebenen Währungen verwechselt werden, da sie in der Regel ausschließlich über ein mathematisches, computerbasiertes Verfahren erzeugt, verwaltet und transferiert werden. Dahinter steht weder eine Notenbank noch eine Behörde noch eine finanzkräftige Institution, die die Erfüllung eines Leistungsanspruches garantieren. Virtuelle Währungen sind weder ein gesetzliches Zahlungsmittel noch als Devisen handelbar. Ihre Annahme ist nicht verpflichtend, sie werden bisher nur selten als Zahlungsmittel akzeptiert."

Die FMA weist außerdem darauf hin, dass Transaktionen mit virtuellem Geld außerdem sehr einfach zur Bezahlung krimineller Handlungen genutzt werden; etwa zur Geldwäsche, für Drogenhandel oder Kinderpornografie. Hintergrund ist, dass Transaktionen kaum zurückzuverfolgen sind und Empfänger sowie Absender anonym bleiben. Auch die fehlende Regulierung und Beaufsichtigung sowie die problematische Rechtsverfolgung begünstigen den Missbrauch der Kryptowährungen für kriminelle Zwecke.

Zins- und Währungsprognose: Ökonomen sehen steigende Zinsen

Geld

Zins- und Währungsprognose: Ökonomen sehen steigende Zinsen

Bankomatgebühren - VfGH spricht kein generelles Verbot aus

Geld

Bankomatgebühren - VfGH spricht kein generelles Verbot aus

Apple kauft Teile von Chipfirma Dialog Semiconductor

Geld

Apple kauft Teile von Chipfirma Dialog Semiconductor