Kepler-Ethik-Fonds zählen zu den besten ihrer Klasse

Kepler-Ethik-Fonds zählen zu den besten ihrer Klasse

Die Guten und die Bösen: Der Großteil der börsennotierten Unternehmen verhält sich, gemessen an strengen ethischen Kriterien, nicht korrekt. Anleger, die, die schwarzen Schafe meiden möchten, können dennoch lukrative Renditen erzielen.

Die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich hat für ihr Engagement in Nachhaltigkeit ein hohes Rating bekommen, auch die drei Ethik-Investmentfonds der Tochtergesellschaft Kepler-Fonds zählen zu den besten ihrer jeweiligen Klasse.

Die Mitarbeiter der Raiffeisen Landesbank Oberösterreich kümmern sich nicht nur um das Kapital ihrer Kunden, sondern fördern auch nachhaltige Projekte. So wurde die Sponsoring-Strategie der Bank völlig umgekrempelt und man setzt nun auf Regionalität. „Wir wollen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen“, erklärt Raiffeisen-OÖ-Ethikverantwortlicher Florian Brunner. Dazu zählt etwa die Jugendförderung, unter anderem werden junge Menschen mit Migrationshintergrund gefördert „Es ist schön zu beobachten, wie gut sich junge Menschen mit Hilfe dieser Förderung entwickeln“, erzählt Brunner.

Die oberösterreichische Bank zählt zu jenen Unternehmen, die von der renommierten Nachhaltigkeitsagentur Okeom Research, mit dem sogenannten Prime-Status, also einem Toprating, ausgezeichnet wurden. Nur 17 Prozent der von Oekom Resarch geprüften Unternehmen erhalten überhaupt ein Rating.

Raiffeisen Oberösterreich lebt Nachhaltigkeit nicht nur als Unternehmen, sondern zählt mit seiner Fondstochter Kepler bei Ethikfonds zu den Pionieren in Österreich. Die Gesellschaft setzt dabei ebenfalls auf die Zusammenarbeit von mit Oekom Research mit Sitz in München.

Kepler managt drei Ethikfonds

Auf Basis der Ergebnisse von Oekom Research werden drei Ethik-Fonds von Kepler gemanagt. Der Kepler Ethik Rentenfonds (ISIN: AT0000642632), der Kepler Ethik Mix (ISIN: AT0000A19296) und der Kepler Ethik Aktienfonds (ISIN: AT0000675665).

Kepler Ethikfonds unterliegen bei der Wahl ihrer Investments einem strengen Auswahlprozess. Investments in Aktien von Unternehmen, die in Rüstung, Atomenergie, Grüne Gentechnik, Tierversuche, Tabak, Alkohol, Glücksspiel investieren und Chlororganische Massenprodukte, Biozide, Pornographie und Embryonenforschung investieren und Verletzung von Menschen- und Arbeitsrechten und Kinderarbeit zulassen, sind im Depot verpönt. Bei Staatsanleihen erfüllen nur 16 Staaten, die nachhaltigen Ansprüche von Kepler. Die Vorselektion der Papiere übernimmt Oekom mit rund 60 Analysten. In einem Ethik-Beirat, der unter anderem aus externen Ethikspezialisten wie dem Linzer Moraltheologe Michael Rosenberger besteht, erfolgt halbjährlich ein Austausch mit dem Fondsmanagement zu sozialen und ökologischen Themen.

Zum besten Asset Manager gekürt

Kepler wurde in diesem Jahr bereits von Fundclass zum besten Asset Manager für europäische Fonds ausgezeichnet. Von der renommierten europäischen Rating-Agentur FERI wurde Kepler als bester Universalanbieter Österreichs 2016 ausgezeichnet, 2015 als bester Rentenfondsmanager Österreich 2015, ebenso 2014. Und auch heuer ist die Linzer Fondsschmiede bereits wieder für Fondspreise nominiert.

Ethik-Rentenfonds deutlich besser als der Durchschnitt

Der Kepler Ethik Rentenfonds (AT0000642632) hat rund 25 Prozent seines Investments in österreichischen Anleihen veranlagt, ebenso viele in supranationale Emittenten wie die Europäische Investitionsbank. Der mit fünf Sternen hoch dekorierte europäische Anleihenfonds erzielte seit Jahresanfang eine Performance von 3,5 Prozent, in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt 7,6 Prozent per anno. Die Wertentwicklung ist damit im Schnitt um 1,8 Prozent pro Jahr besser als beim Durchschnitt der europäischen Anleihenfonds. Der Ausgabeaufschlag beträgt drei Prozent, die jährliche Verwaltungsgebühr 0,75 Prozent. Schwerer Gegenwind wenn der Trend bei Anleihen bricht, ist allerdings nicht auszuschließen – aber bis dahin kann man auf der Renditewelle mitreiten – und am Sparbuch wird das Geld aufgrund der de facto nicht vorhandenen Verzinsung über die Jahre definitiv weniger und nicht mehr wert.

Ethik-Mischfonds für jedes Börsenwetter

Der Kepler Ethik Mix (AT0000A19296) stellt ebenfalls den Durchschnitt seiner Mitstreiter, zu denen auch jene gehören, die sich keiner Ethik-Auswahl verschrieben haben, in den Schatten und erzielte heuer um 1,6 Prozent höhere Erträge. Während vergleichbare defensiv Mischfonds 2015 und 2016 im Schnitt unter Wasser waren, lag die Wertentwicklung im laufenden Jahr beim Ethik Mix bei 2,5 Prozent, im vergangenen Jahr bei 2,2 Prozent.

Der globale Mischfonds darf zwischen 40 und 100 Prozent in Anleihen investieren, Aktien in einer Bandbreite von 0 bis 40 Prozent. Aktuell liegt der Aktienanteil bei 20 Prozent und ist damit eher konservativ aufgestellt. „Wir sehen keine Blase am Rentenmarkt und bleiben deshalb weiter stark in Anleihen veranlagt“, begründet Fondsmanager Florian Hauer die hohe Anleihengewichtung. 40 Prozent der Anleihen stammen von europäischen Emittenten, weitere 20 Prozent sind in solide High Grade Schuldner investiert, also besonders konservative Schuldner wie die Europäische Union, die Weltbank oder nordische Staatspapiere veranlagt. Bei Aktien sind Titel aus Europa und Emerging Markets übergewichtet.

Solider Aktienfonds

Der Kepler Ethik Aktienfonds (AT0000675665) liegt mit einem Wertzuwachs von 9,3 Prozent pro Jahr in den vergangenen drei Jahren in der Kategorie Aktien weltweit im guten Mittelfeld. Allerdings hat auch dieser Fonds verschärfte Rahmenbedingungen, denn aus dem Universum von 3.800 Aktien, bleiben nach den Ethik-Ausschlusskriterien von Kepler nur noch 400 Aktien übrig. Letztlich werden davon 60 bis 80 Titel ausgewählt. Beispiele für Unternehmen, die in den Vergangenheit nicht den Nachhaltigkeitskriterien von Kepler entsprochen haben: BP, Worldcom, Lehman Brothers, GM oder Hypo Real Estate.

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