iPhone-Verkäufe drücken Apple auf das Ergebnis

iPhone-Verkäufe drücken Apple auf das Ergebnis

Kein großes Konzert: Apple CEO Tim Cook muss einen Rückgang bei den Geschäften hinnehmen. iPhone und Apple Watch bringen nicht die erwarteten Profitzuwächse.

Die Geschäfte bei Apple laufen nicht rund: Der US-Konzern muss bei den Erlösen einen Rückgang um 13 Prozent auf 50,56 Milliarden Dollar hinnehmen. Auch bei der Marge pro verkauftem iPhone kommt es zu einem Rückgang. Aktionäre sollen im Mai dennoch belohnt werden. Die Aktie gibt um acht Prozent nach.

Das iPhone verliert seinen Glanz. Der Lack ist ab, die Erfolgsgeschichte hat einen Dämpfer bekommen. Die iPhone-Verkäufe sind im vergangenen Quartal im Jahresvergleich gesunken. Zum ersten Mal in der bisherigen neunjährigen makellosen Geschichte des Smartphones, mit dem Apple in den Mobiltelefon-Markt einstieg.

In Zahlen ausgedrücht bedeutet das: Apple setzte im vergangenen Quartal rund 51,2 Millionen iPhones ab, das war ein Rückgang von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Erlöse schrumpften um 13 Prozent auf 50,56 Milliarden Dollar. Gleichzeitig musste das Unternehmen auch ersten Umsatzrückgang seit 2003 hinnehmen. "Trostpflaster für Apple: Trotz des Gewinneinbruchs von über 22 Prozent verdiente der Konzern immer noch 10,5 Milliarden Dollar (9,3 Milliarden Euro).

Das war bereits erwartet worden, aber Analysten hatten mit einem höheren Wert gerechnet. Auch die Prognose für das laufende Quartal fiel unter ihren Erwartungen aus. Die Aktie (ISIN US0378331005), diie in den vergangenen Monaten bereits unter Druck stand, verlor nachbörslich zeitweise rund sieben Prozent.

Die Anleger dürfen sich dennoch freuen: Die Ausschüttungen werden um weitere 50 Milliarden Dollar erhöht. Damit summieren sie sich auf 250 Milliarden Dollar.

iPhone-Geschichte

Das 2007 gestartete iPhone hat das Wachstum von Apple befeuert und ist das mit Abstand wichtigste Produkt des Konzerns. Es bringt rund zwei Drittel der Umsätze ein. Der Konzern nannte als einen Grund für den Rückgang die schwache Konjunktur in vielen Regionen - und unter anderem in China. Zugleich erfasst die Smartphone-Revolution immer mehr Entwicklungs- und Schwellenländer, in denen zunächst günstigere Geräte gefragt sind.

Apple verzichtet aber auf niedrigpreisige Modelle im Angebot und wartet stattdessen darauf, dass mehr Leute in den neuen Märkten genug Geld haben, sich ein iPhone zu kaufen. Diese Rechnung ging in China bisher auf. Der Kurs sichert die hohen Milliarden-Gewinne, drückt aber zugleich auch den Marktanteil. Seit März versucht Apple, mit dem iPhone SE gegenzusteuern - dem ersten etwas günstigeren Modell, das in kleinerem Format einen Großteil der Funktionen der aktuellen Spitzengeräte enthält.

Vor einem Jahr war auch die aufgestaute Nachfrage nach dem iPhone 6 mit seinem größeren Display aus dem Weihnachtsgeschäft 2014 noch so groß, dass sie ins erste Quartal 2015 überschwappte. Die iPhone-Verkäufe sprangen damals um 40 Prozent auf 61,2 Millionen Geräte hoch.

Rückläufiger iPad-Verkauf

Die schon seit einiger Zeit schrumpfenden Verkäufe der iPad-Tablets sanken um fast ein Fünftel auf 10,2 Millionen Geräte. Bei den Macs gab es einen Rückgang von zwölf Prozent auf gut vier Millionen verkaufte Computer. Damit konnte Apple erstmals seit langem nicht besser abschneiden als der chronisch schwache PC-Markt. Der Branchen-Absatz war laut Marktforschern um rund ein Zehntel gesunken.

Der Streaming-Dienst Apple Music habe inzwischen die Marke von 13 Millionen zahlenden Abo-Kunden überschritten, sagte Konzernchef Tim Cook.

Andreas Lasser-Klein, Sprecher der Geschäftsführung der Kepler Fondsgesellschaft.

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Uli Krämer, (2. v. r., sitzend), Leiter des Kepler-Portfoliomanagaments, mit einem Teil des Teams im Trading-Room der Fondsgesellschaft.

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