Investmentfonds: Guter Ertrag mit wenig Risiko

Investmentfonds: Guter Ertrag mit wenig Risiko

Wie man Investmentfonds findet, die gute Renditen liefern und Anlegern dennoch nicht den Schlaf rauben.

Sparer sind die neue Zielgruppe der Anlageberater von Banken. Die Zinsen sind mikroskopisch klein - und der Ärger darüber ist unübersehbar groß. Deshalb umwerben mittlerweile fast alle heimischen Banken die Besitzer von Sparbüchern mit dem Argument "Lass uns doch mehr aus deinem Geld machen".

Doch wer ihm folgt, sollte genau prüfen, was mit seinem Geld wirklich geschieht. Denn die Lösung für das Zinsdilemma lautet: Kaufe Investmentfonds, die in Aktien und Anleihen investieren. Das bringt natürlich ein gewisses Risiko, und Sparer sollten genau darauf schauen, wem sie ihr Geld zur Veranlagung anvertrauen. Derzeit sind in Österreich mehr als 2.000 Fonds zum Verkauf zugelassen. Daraus die richtigen zu finden, ist nicht immer einfach.

Man kann bei der Auswahl einem Ratschlag der Investmentlegende Warren Buffett folgen: "Kaufe Aktien, die einen Dollar Wert sind, aber zahle dafür nur 50 Cent." Glücklich, wer das schafft. Man kann bei der Suche aber auch wie alle großen institutionellen Investoren das Urteil von Ratingagenturen heranziehen. Die bedeutendsten Namen, die die Ergebnisse und die Sicherheit von Investmentfonds prüfen, sind Lipper, Feri Trust oder Morningstar. Ihr Urteil bildet einen guten Ausgangspunkt.

Fondsgesellschaften in Österreich

Es gibt in Österreich zwei Arten von Fondsgesellschaften, die unabhängigen, zumeist internationalen Gesellschaften wie den weltgrößten Vermögensverwalter BlackRock, Fidelity International, JPMorgan oder Nordea, den größten Finanzdienstleister Nordeuropas. Und es gibt jene Fonds, die von Kapitalanlagegesellschaften der heimischen Banken gemanagt werden. Die Kepler-Fondsgesellschaft beispielsweise ist eine Tochter derRaiffeisenlandesbank Oberösterreich. Und sie hat bei der Gestionierung ihrer Fonds eine sehr gute Hand bewiesen: Beim Feri Asset Manager Award wurde sie zum besten Universalanbieter gewählt, bei der European Funds Trophy erhielt sie den Titel "Bester europäischer Asset Manager" und bei den Lipper Fund Awards wurde Kepler ebenfalls zum besten Fondshaus gewählt.

Doch sollte man sich vor der Auswahl der Fonds auch selbst ein genaues Bild machen können. Die wichtigsten Kriterien dazu sind in den Kästen "Was bei Investmentfonds wichtig ist" zu finden. Damit kann man die Fonds finden, die für das persönliche Anlageziel am geeignetsten sind. Bei Kepler empfiehlt man Sparern, die mit einer erfolgreichen Anlage in Aktien und Anleihen mehr als nur Minizinsen bekommen wollen, auf drei wichtige Kriterien zu achten:

Aktien mit wenig Risiko

Der amerikanische Ökonom Harry M. Markowitz begann 1952, das Verhalten von Investoren wissenschaftlich zu untersuchen. Er konnte daraus bestimmte Regeln und Parameter ableiten, die er in seiner "Modernen Portfolio-Theorie" darlegte. Für dieses optimale Portfolio werden die Präferenzen des Anlegers bezüglich des Risikos und des Ertrags sowie die Liquidität berücksichtigt. Dadurch kann das Risiko eines Wertpapierportfolios ohne eine Verringerung der zu erwartenden Rendite minimiert werden. Markowitz' Erkenntnisse waren damals revolutionär. Dennoch dauerte es bis zum Jahr 1990, bis er für seine wissenschaftlichen Arbeiten über das Anlegerverhalten den Nobelpreis erhielt.

Bei der Aktienauswahl geht man bei der Kepler-Fonds KAG u. a. nach dem Minimum-Varianz-Ansatz vor (siehe Interview links), der ebenfalls auf die "Moderne Portfolio-Theorie" zurückgeht. Er berücksichtigt das Verhalten konservativer Anleger. Sie wollen zwar sehr wohl in Aktien investieren, ohne aber den heftigen Schwankungen, die am Aktienmarkt zum Alltag gehören, ausgesetzt zu sein. Deshalb stehen bei der Aktienauswahl primär solche Unternehmen im Mittelpunkt, die von Schwankungen weniger betroffen sind. Also Unternehmen aus dem Pharmabereich, große Versorger oder Nahrungsmittelkonzerne. Denn hier ist auch bei konjunkturell schwächeren Zeiten davon auszugehen, dass die Nachfrage nicht deutlich sinkt.

Laufzeitenfonds mit Anleihen

Die Renditen von Anleihen sind derzeit zwar auch im Keller. Ein erfahrener Fondsmanager kann aber mit einer guten Investmentstrategie sehr wohl in diesem Bereich respektable Ergebnisse erzielen. Kepler bietet dafür beispielsweise breit gestreute Anleihenfonds mit fixer Laufzeit an. Dabei wird innerhalb einer Laufzeit von sechs Jahren in Staatsanleihen mit guter Bonität, Pfandbriefe, Bankanleihen, Unternehmensanleihen und Rentenpapiere aus Emerging Markets investiert. In den ersten Jahren sind höher rentierende und damit risikoreichere Anleihen ein wesentlicher Teil des Portfolios. Gegen Ende der Laufzeit bilden ablaufende Staatsanleihen und Pfandbriefe den Schwerpunkt. Das Risiko von schwankenden Zinsen und schlechterer Bonität wird also zum Ende dieser Laufzeitenfonds klar reduziert. Andreas Lassner-Klein, Geschäftsführer der Kepler-Fonds KAG: "Wir sprechen mit diesen Laufzeiten-Portfolios vor allem konservative Anleger an, die das leicht nachvollziehbare Anlagekonzept ähnlich einer Anleihe schätzen."

Doch generell bedeuten die niedrigen Zinsen nicht, dass auch die Renditen von Anleihen im Keller sind. Speziell Emissionen mit kleinen Volumen bringen oft höhere Renditen und tragen zur Performance der Anleihenfonds von Kepler bei.

Nachhaltige Investments

Der Markt für nachhaltige Geldanlage wächst kontinuierlich. Die Vorreiter in diesem Gebiet sind aber weniger ethisch oder ökologisch bewegte Kleinanleger, sondern große Pensionskassen oder Stiftungen, die laut deren Satzungen besonders sicher veranlagen müssen. Und genau das bietet nachhaltige Geldanlage - kombiniert mit dem Gefühl, auch noch etwas Gutes für die Umwelt oder die Menschheit damit zu tun.

Die große Überraschung für viele dabei ist, dass Ethikfonds meist die gleiche, oft sogar eine bessere Performance erzielen als konventionelle Investmentfonds. Die Erklärungen für das gute Abschneiden sind vielfältig: Gerade bei Nahrungsmitteln heißt es oft, man könne den Hunger der Welt mit gentechnisch veränderten Produkten leichter und billiger stillen. Doch welche langfristigen Folgen daraus entstehen, ist noch nicht abschätzbar. Und so wachsen sowohl die Ablehnung dieser Produkte durch die Konsumenten als auch -zumindest in Europa -die Bestimmungen dagegen. Was die Nachfrage nach ökologischen Nahrungsmitteln hebt und die Aktien dieser Produzenten steigen lässt.

Das Gleiche gilt für Unternehmen aus dem Umwelttechnikbereich. Der Klimawandel und steigende Energiekosten führen dazu, dass immer mehr Betriebe auf ökologische und energiesparende Produktionsweisen setzten. Und die Umsätze all jener Unternehmen, die diese umweltschonenden Technologien anbieten, steigen kontinuierlich - und deren Aktienkurse gehen genauso nach oben.

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