Geldanlage: FMA rät zum Vergleich von Fondsgebühren

Beim Kauf von Fondsanteilen fallen Kosten an. Dabei gibt es erhebliche Unterschiede. Mitunter können Gebühren den sogar über der Rendite liege. Die Finanzmarktaufsicht FMA rät daher, Gebühren vor einem Investment zu vergleichen.

Geldanlage: FMA rät zum Vergleich von Fondsgebühren

Eine Geldanlage in einem Wertpapierfonds gilt als weniger risikoreich als etwa ein Investment in eine Einzelaktie. Doch ist eine solche Anlage in einen Immobilien-, Aktien- oder Rentenfonds auch ertragreich? Viel hängt von den anfallenden Gebühren ab. Als Anleger ist man nämlich Miteigentümer des Fonds. Der Fondsmanager kümmert sich darum, wie das Kapital des Fonds konkret angelegt wird. Für die Veranlagung und die Verwaltung Fondsgebühren eingehoben.

Die jährlich Marktstudie der Finanzmarktaufsicht FMA zu Fondsgebühren zeigt auch dieses Jahr wieder, dass sich ein Vergleich lohnt und dass Fonds mit einer höheren Risikoklasse höhere Gebühren verlangen. Das bedeutet: Je höher die potenzielle Rendite ist, desto mehr schneiden die Fondsanbieter auch bei den Erträgen mit. Im Falle eines Verlustes müssen den die Investoren tragen und zusätzlich auch noch die mitunter erklecklichen Fondsgebühren bezahlen.

Aktienfonds sind am teuersten

  • Aktienfonds haben sich dabei für Anleger nicht nur als die riskanteste Fondsklasse sondern auch als die teuerste Fondskategorie erwiesen.
  • Kurzfristige Rentenfonds haben die geringsten Gebühren.
  • Nachhaltige Fonds die mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert sind, verlangen im Vergleich zum Gesamtmarkt geringfügig niedrigere Gebühren.

Vergleich Fondsgebühren

Vergleich Fondsgebühren

Vielfältige Gebühren

Für das Jahr 2021 wurden die jeweils im Kundeninformationsdokument (KID) angegebenen Kosten von 1.014 österreichischen Investmentfonds analysiert und zum leichteren Kostenvergleich Durchschnittswerte errechnet.

Anlegern wird empfohlen, die Kundeninformationsdokumente genau zu studieren und abzuwägen, welches Risiko sie eingehen und welche Kosten sie dafür übernehmen. Sind die Kosten höher als die Erträge, dann schrumpft das Kapital.

Der maximale Ausgabeaufschlag ist der in Prozent angegebene Höchstbetrag jener Gebühr, die beim Kauf von Fondsanteilen einmalig zu bezahlen ist. Er wird üblicherweise an den Vertrieb als Vermittlungsprovision weitergegeben. Maximale Ausgabeaufschläge sind in den Fondsbestimmungen sowie auch im Kundeninformationsdokument KID anzuführen.

Als laufende Kosten sind im KID die tatsächlich angefallenen Kosten des Fonds in Prozent des Fondsvermögens innerhalb eines Jahres anzugeben; sie können deshalb von Jahr zu Jahr variieren. Die laufenden Kosten umfassen alle Arten von Kosten, die der Fonds zu tragen hat. Bestandteil der laufenden Kosten sind jedenfalls Verwaltungs- und Depotbankgebühren, Gebühren für Anlageberater, alle Zahlungen, die gegebenenfalls infolge von Auslagerungen anfallen, Anmelde-, Aufsichts- oder ähnliche Gebühren, Vergütungen der Abschlussprüfer, Vergütungen für juristische und gewerbliche Berater sowie sonstige Vertriebsgebühren.

Download

Die FMA-Marktstudie zu den Gebühren österreichischer Publikumsfonds finden Sie hier zum Download.

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