Die drei beliebtesten Aktien im ATX im ersten Quartal 2021

Die Kurse der Wiener Börse haben sich im letzten Jahr verdoppelt. Im ersten Quartal 2021 legten die Kurse noch einmal kräftig zu und ließen wichtige Börsen wie den Dax oder den Eurostoxx 50 hinter sich. Bei welchen Aktien die Handelsumsätze besonders hoch waren.

Die drei beliebtesten Aktien im ATX im ersten Quartal 2021

Die Börse nimmt den Aufschwung in der Wirtschaft vorweg. Konjunktursensible Werte profitieren.

Die Wiener Börse ATX ist mit Banktitel, Ölwerten oder Aktien von Chemieunternehmen voller zyklischer Werte. All diese Unternehmen registrieren in einem Aufschwung als Erstes eine steigende Nachfrage und damit steigen auch die Kurse solcher Titel für gewöhnlich schon im Vorfeld kräftig. So auch diesmal. Solche vielfach „Old Economy“-Werte sind auch in Deutschland und in anderen europäischen Ländern zu finden, aber Austro-Titel reagierten in den vergangenen Monaten und auch im ersten Quartal 2021 im Schnitt überdurchschnittlich stärksten – auch im internationalen Kontext.

Die Entwicklung des ATX im ersten Quartal übertrifft den Dax und den Eurostoxx.

14 Prozent Wertsteigerung in drei Monaten

Der ATX TR (Total Return) legte im ersten Quartal 2021 um 13,8 Prozent zu, der DAX und der Eurostoxx um jeweils gut neun Prozent. Die US-Börse S&P 500 schaffte 6,4 Prozent. Die Aufholjagd wird von starken Aktienumsätzen begleitet, von Jänner bis März wurden Aktien im Wert von 20,5 Milliarden Euro gehandelt.

Im direct market plus hieß die Wiener Börse zwei Unternehmen willkommen (beaconsmind und XB Systems), Extrafin ist neu im direct market. Mit mehr als 1.400 Neulistings war 2021 das historisch bislang beste erste Quartal bei Anleihen. Beflügelt wird dieses Wachstum von internationalen Serien-Emittenten im Vienna MTF. Österreichische Unternehmen setzen aktuell stark auf Green Bonds (S Immo, Vienna Insurance Group und Verbund).

Austro-Firmen krisenfest

„Ein Jahr nach dem Corona-Einbruch ist die Krisenfestigkeit der österreichischen Unternehmen wieder eingepreist. Rot-weiß-rote Aktien überzeugen Investoren mit etablierten Geschäftsmodellen, hohen Forschungsquoten und einer verlässlichen Dividendenstrategie“, sagt Christoph Boschan, CEO der Wiener Börse. Dividenden sind ein wichtiger Faktor für Anleger in den ATX. Das zeigt der Punktestand des ATX Total Return. Seit Indexstart resultiert die Hälfte der ATX-Rendite aus den Dividendenzahlungen. Langer Atem macht sich bezahlt.

März bringt stärksten Handelstag seit September 2008

Das Handelsvolumen an der Wiener Börse war im ersten Quartal weiter auf hohem Niveau. Die Handelsteilnehmer generierten 20,5 Milliarden Euro Umsatz und damit annähernd so viel wie im von Krisenstimmung dominierten ersten Quartal 2020 (21,7 Mrd. EUR). Am Quartalsverfallstag, dem Freitag, den 19. März, war sogar der stärkste Handelstag in Wien seit September 2008. Mit 1,3 Mrd. Euro sorgten die Handelsteilnehmer für viermal mehr Geldumsatz als an einem durchschnittlichen Handelstag mit 320 Millionen Euro.

Die umsatzstärksten Austro-Aktien im Q1/2021

  • OMV: 3,4 Mrd. Euro
  • Erste Group Bank: 2,6 Mrd. Euro,
  • Verbund: 2,2 Mrd. Euro,
  • voestalpine: 1,5 Mrd. Euro
  • Raiffeisen Bank International: 1,1 Mrd. Euro

Die OMV war im ersten Quartal 2021 die meistgehandelte Aktie im ATX, die Handelsumsätze waren insgesamt hoch.

ATX verdoppelt sich binnen eines Jahres

Der heimische ATX Total Return steigt im ersten Quartal inklusive Dividenden um 13,8 % auf 6.225 Punkte (exkl. Dividenden 3.159,77 Punkte, 13,64 %). Damit liegt er year-to-date deutlich vor dem deutschen DAX, der ebenfalls die Dividende inkludiert. Seit Anfang Jänner kletterte der ATX Total Return beständig nach oben. Boschan: „Dabei sein ist alles. Das Motto haben mehr und mehr Anleger für sich entdeckt.“

Über ein breites Portfolio und regelmäßige Investments könne, so Boschan, jeder am Fortschritt unserer modernen Gesellschaft auch finanziell profitieren. Der Aktienmarkt bringt Wohlstand und gleichzeitig Kapital für Erfinder. Und setzt nach: „Österreich könnte den heimischen Kapitalmarkt noch aktiver zu gestalten, statt nur zu verwalten. Das kann in der Post-Corona Zeit den entscheidenden Unterschied machen.“

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