Immobilien: Wo die Preise 2017 steigen sollen

Immobilien: Wo die Preise 2017 steigen sollen

Verborgene Perlen für Immobilieninvestoren: Österreichische Städte wie Kufstein (Bild), Gleisdorf oder Braunau.

Wo die Grundstückspreise 2017 bis zu zehn Prozent anziehen könnten und Preise für Eigentumswohnungen am meisten anziehen sollen. Die Prognosen im Überblick.

Der große Immobilienpreis-Hype ist nach Ansicht von Experten vorbei. Für 2017 erwarten die Experten von Raiffeisen Immobilien eine Stabilisierung der Verkaufspreise auf hohem Niveau. Wer seine Immobilie verkaufen will, sollte jedoch nicht mehr länger zuwarten, sondern sich von der Liegenschaften trennen. „Denn die Preise setzen zur „sanften Landung“ an", ist Peter Weinberger, Chef von Raiffeisen Immobilien NÖ/Wien/Burgenland überzeugt. Am Markt würden gute, gebrauchte Objekte fehlen, die derzeit noch attraktive Verkaufspreise erzielen können.


Von einzelnen „Hot Spots“ abgesehen, erwartet Raiffeisen für das laufende Jahr keine starken Preiszuwächse mehr, aber auch keine Einbrüche. 2017 soll jedoch noch ein gutes Jahr werden. Da große Bauträger und Wohnbaugenossenschaften weiter, teilweise großvolumige Projekte in der Pipeline, sollten die Preise bei Neubauten nicht durch den Plafond gehen. Signifikante Preisrückgänge sind jedoch laut den Raiffeisen-Immospezialisten auf Grund der vor allem in den Ballungsräumen ungebrochen starken Nachfrage nach Wohnraum und Investmentimmobilien ebenso wenig zu erwarten.

Bezirkshauptstädte als „Hot Spots“ von morgen

Allerdings gibt es in regionaler Hinsicht Ausreißer nach oben: Etwa in der Bundeshauptstadt Wien und ihrem Umland, vermehrt aber auch in ländlichen Ballungszentren.

Die Zukunftshoffnung für Immoinvestoren: Leopoldsdorf, Gänserndorf, Floridsdorf oder die Städte Vorarlbergs. Für Städte wie diese (siehe Tabelle) erwarten die Experten von Raiffeisen Immobilien für 2017 Preissteigerungen bis zu zehn Prozent.

Dies ist einerseits auf die ungebrochen starke Nachfrage nach Wohnimmobilien in diesen Regionen zurückzuführen, andererseits auf geändertes Anlegerverhalten: War die Nachfrage nach Eigentumswohnungen zu Vorsorgezwecken bisher vorwiegend auf Wien und die Landeshauptstädte beschränkt, weichen aktuell immer mehr Anleger auf ländliche Ballungsräume wie das Umland der Landeshauptstädte oder Bezirkshauptstädte aus, in denen noch bessere Renditen zu erwarten sind. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Mietwohnungen in diesen Regionen und sichert so das Funktionieren der Vorsorgemodelle.

Best Ager zieht es in die (Bezirks-)Städte

Die demographische Entwicklung trägt ebenfalls zum Wachstum ländlicher Ballungsräume bei. Weinberger, Raiffeisen-Immochef für NÖ/Wien/Burgenland: „Wir sehen auch in den Bundesländern einen klaren Trend zum städtischen Wohnen, der vor allem von der Generation der Best Ager getragen wird." Wegen der besseren Infrastruktur für Einkaufen, Freizeit, Gesundheit und Verkehr fragen seiner Erfahrung nach ältere Menschen verstärkt innerstädtische Lage nach.

Das zu groß gewordene Haus am Land wird immer öfter gegen eine zentral gelegene, barrierefreie Wohnung in der nächsten Bezirksstadt getauscht. Auch die Reiselust der Best Ager fördere diese Entwicklung, kann man Wohnungen doch im Allgemeinen problemloser zurücklassen.

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