Hebelzertifikate: Von soft bis voller Turbo

Hebelzertifikate haben hohe Gewinnpotenziale, bergen aber auch ein entsprechendes Risiko. Christian Glaser von der BNP Paribas über das richtige Investieren in diese Zertifikate.

Christian Glaser, BNP Paribas

Christian Glaser ist Director Exchange Traded Solution bei der französischen Großbank BNP Paribas.

Wer Mut zum Risiko hat und sich auch einmal Verluste leisten kann, dem bieten manche Zertifikate die Chance auf höhere Erträge bei geringen Einsätzen. Je stärker das Risiko dabei ist, desto höher sind auch die Gewinnchancen. Christian Glaser, Director Exchange Traded Solutions bei der BNP Paribas, warnt daher zu einer gewissen Vorsicht:"Wer besonders aktiv und dabei durchaus risikobewusst agieren möchte, findet unter den Hebelprodukten eine große Auswahl. Man kann dabei sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen. Doch ganz gleich, in welche Hebelprodukte investiert wird, man sollte stets nur einen begrenzten Geldbetrag investieren. Die Gefahr eines Kapitalverlusts ist dabei gegeben, und man sollte den Verlust des eingesetzten Betrags daher auch verschmerzen können. Es ist absolut wichtig, zu wissen, wie die einzelnen Produkte auf Kursveränderungen am Kapitalmarkt reagieren. Das "Handbuch für Trader" auf unserer Homepage www.bnpp.at gibt weiterführende Informationen zu allen Fragen."

Von sanft bis hart

Den sanftesten Einstieg in die Welt des Tradens bieten Outperformance-Zertifikate. Hier droht noch kein kompletter Kapitalverlust. Anleger können aber rasch überproportional vom Anstieg des einem Zertifikat zugrundliegenden Basiswerts profitieren. Ein Beispiel: Der sogenannte Ausübungspreis beträgt 100 (der Kaufpreis liegt darunter), und der Partizipationsfaktor beträgt 1,5. Notiert die Aktie am Ende der Laufzeit des Zertifikats unter 100, erhält der Zeichner sein Geld in Aktien zurück. Liegt der Kurs jedoch beispielsweise bei 110 Euro, kommt der Partizipationsfaktor zum Tragen. Der Gewinn von zehn Euro wird um 50 Prozent erhöht und der Käufer erhält 115 Euro ausbezahlt.

Bonuszertifikate bieten auch nur bedingten Kapitalschutz. Bei diesen Zertifikaten kann man aber mit einem Bonusbetrag einen höheren Kursgewinn erzielen. Es gibt dabei auch eine Barriere, die nicht unterschritten werden darf. Ein Beispiel: Der Preis des Basiswertes beträgt 1.000 Euro. Die untere Barriere liegt bei 700 Euro. Der Bonuslevel wird mit 1.500 Euro festgelegt. Liegt der Kurs der Aktie am Laufzeitende unter 700 Euro, erhalten Käufer den Gegenwert nur in Aktien zurück. Liegt der Kurs am Ende der Laufzeit aber beispielsweise bei 1.200 Euro, erhalten die Zeichner dennoch 1.500 Euro - eben den Bonus - in bar.

Mit Turbozertifikaten können Anleger durch einen Hebeleffekt sowohl von fallenden als auch von steigenden Kursen profitieren. Man zahlt dabei nur eine bestimmte Prämie, also nicht den vollen Preis der Aktie oder des Rohstoffes. Bewegt sich der Basiswert nun in die richtige Richtung, lässt sich mit einem geringen Einsatz einen Vielfaches an Gewinn erzielen. Doch sinkt der Kurs während der Laufzeit unter einen bestimmten Wert (Knockout-Barriere), verfällt das Zertifikat, und das Geld ist verloren. In der Sonderwertung können Teilnehmer am Tip &Win Börsespiel derartige Spekulationen ohne Risiko üben: beispielsweise mit einem Hebelprodukt der BNP Paribas auf steigende Kurse im DAX oder im ATX, aber auch genauso auf eine fallende Kursentwicklung der beiden Indizes.

Das AG Capital Team rund um Daniel Jennewein (links) und Karl Lankmayr (2. v. rechts)

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