Großes Gemetzel am Kryptomarkt: Bitcoin & Co im freien Fall

Nach Tesla-Chef Elon Musk legt nun auch Chinas Notenbank mit Kritik an Kryptowährungen nach. Die Währungshüter Chinas haben regulatorische Neuerungen angekündigt. Nicht zum ersten Mal.

Großes Gemetzel am Kryptomarkt: Bitcoin & Co im freien Fall

Frankfurt. Elon Musk hatte in der Vorwoche mit kryptisch anmutenden Tweets den Kurs der Krypotwährung Bitcoin einen Schlag versetzt, der dann binnen weniger Tage um über 20 Prozent abgestürzt ist. Und nun geht der Absturz weiter. Und die Freunde der Krypotwährungen wird das ganz und gar nicht freuen. Denn nun sind die Regelhüter von Notenbanken wieder einmal am Werk. Bitcoin und Co sollen nämlich - wieder einmal - eingebremst werden. Als Zahlungsmittel sollen die digitalen Währungen eingebremst werden.

Nun geht die Furcht um. Nach einer Bekräftigung der chinesischen Notenbank, dass Digitalwährungen nicht für Zahlungszwecke verwendet werden dürfen, stürzten gleich die Kurse mehrere Digitalwerte ab: Und zwar um zweistellige Prozentwerte.

Bitcoin, größte Kryptowährung gemessen nach Marktanteilen, sackte auf der Handelsplattform Bitstamp um etwa 15 Prozent bis auf rund 36.250 US-Dollar (29.659,63 Euro) ab. Anfang Februar notierte Bitcoin zuletzt auf diesem Wert. Zwischenzeitlich war Bitcoin auf das Rekordhoch von rund 65.000 Dollar Mitte April geklettert. Als Tesla-Chef, Multimilliardär und Krypto-Befürworter Elon Musk per Tweet seinen Stimmungsumschwung bekannt gab, Bitcoin nicht mehr als Zahlungsmittel zu akzeptieren, schüttelte es den Kurs mehrerer digitaler Währungen durch. Musk hatte auf einmal festgestellt, dass das Bitcoin-Netzwerk eine miese Umweltbilanz hat. Was allerdings seit Jahren bekannt ist und auch die Aufmerksamkeit von Tesla-Chef Musk zumindest schon früher gestriffen haben. Fachleute waren nun verwundert und quittierten Musks letzte Eskapade mit Kopfschütteln. Musks Twitteria, die offenbar auf steigende Kurse gesetzt hatte, reagierte mit unsanften, teils Hate-Speech und anderen Kommentaren an Musks Adresse.

Die zweitgrößte Digitalwährung Ether geriet noch stärker unter Druck. Sie fiel gegen Mittag um rund 25 Prozent bis auf 2.430 Dollar zurück. Hier geriet das Rekordhoch, das erst vor wenigen Tagen bei rund 4,350 Dollar markiert wurde, noch mehr außer Reichweite als bei der Nummer eins Bitcoin.

Der Schrecken des Drachens

Chinas Notenbank hat nun den nächsten Schritt gesetzt: Am Mittwoch wurde eine Erklärung veröffentlicht, die viele ohnehin verunsicherte Marktteilnehmer zusätzlich verschreckte. Sie stellte klar, dass Kryptowährungen nicht verwendet werden sollten, da es sich nicht um echte Währungen handle. Auch sei es Finanz- und Zahlungsdienstleistern nicht gestattet, Produkte oder Dienstleistungen in Digitalwährungen auszuzeichnen.

Ganz nue ist die Skepsis der chinesischen Notenbanker auch nicht. Im Kern handelt es sich nicht um regulatorische Neuerungen. Chinas kritische Haltung gegenüber Kryptoanlagen ist bekannt. Seit Jahren. Das Land arbeitet deshalb selbst ein einer digitalen Variante seiner Landeswährung Yuan und führt bereits erste Feldversuche durch. Unter den großen Volkswirtschaften gilt China als am weitesten fortgeschritten bei der Entwicklung einer Digitalwährung.

Nicht nur der Bitcoin als älteste und bekannteste Digitalwährung leidet unter der hohen Verunsicherung, sondern der gesamte Kryptomarkt. Die derzeit rund 9,900 Digitalwerte weisen zurzeit einen Marktwert von 1,7 Billionen Dollar auf. Noch vor einer Woche war ein Rekordwert von 2,5 Billionen markiert worden. Mit anderen Worten: Innerhalb nur einer Woche sind Werte von rund 800 Milliarden Dollar verbrannt worden.

Wer vor einem Jahr noch bei Bitcoin eingestiegen ist, könnte bei einem Ausstieg noch immer 267 Prozent unter dem Strich Gewinn einstreifen. Just in case!

Webtipp

Brutto-Netto-Rechner: Was Sie verdienen, was Sie kosten

Wie viel vom Bruttogehalt landet monatlich tatsächlich auf dem Konto? Und …

Dietrich Mateschitz bei Formel 1 Tests in Jerez, 2015
Die reichsten Österreicher: Die Liste der Milliardäre & Clans

Die 100 reichsten Österreicher besitzen mehr als 200 Milliarden Euro und …

Betriebspension: Die gesetzlichen Grundlagen und was sich ändern soll

Betriebspensionen erhalten derzeit nur wenige Menschen. Das soll sich …

Insolvente Kryptobörse FTX hat über eine Milliarde in der Kasse

Mehr als erwartet dürfte die FTX noch in der KAsse haben. Das …